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Um die Antwort vorwegzunehmen, keine von beiden.

Einen ganz andern Eindruck kann man gewinnen, wenn man die Regale der Lebensmitteldiscounter durchforstet. Dort sind gerade Verpackungen von Bio-Produkten aus Papier. Zudem suggeriert ein „rustikales“ Design in Naturfarben besonders umweltfreundlich zu sein.

Auch finden sich recht groß Hinweise wie „Diese Verpackung ist zu 100% recyclebar“ oder auch das FSC Siegel. All diese Maßnahmen sollen den Verbraucher beruhigen.

Was sind die Fakten?

Schaut man sich das FSC Siegel genauer an, sieht man den Zusatz FSC-Mix. Dies bedeutet, es müssen nur wenige Prozent von „nachhaltig“ produziertem Papier verwendet werden, um dieses Siegel zu erhalten. Tests haben ergeben, dass Hölzer aus sog. nachhaltiger Forstwirtschaft oft nicht besser als aus konventioneller Forstwirtschaft sind.

Zum Recycling muss man sagen, dies ist eine „Lösung“ aus den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Unser Problem heute ist, dass wir von allem zu viel verbrauchen. Zum Papierverbrauch muss man wissen, dass besonders in Deutschland riesige Mengen Holz verbraucht werden, welches zum großen Teil importiert wird.

Ein Beispiel: Einer der größten „Zulieferer“ ist die scandinavische Papierindustrie. Hier weiß man seit langem, dass unser Papierkonsum direkt nordische Wälder vernichtet. Diese Wälder wurden Jahrhunderte lang von Samen für ihre Rentiere genutzt. Wurden die Wälder durch Kahlschlag „abgeerntet“, so sind diese Flächen für die Rentiere nutzlos; sie wandern einfach darüber hinweg.

Also was können wir tun?

„And the Winner is“: Mehrwegverpackung

So sehen Gewinner aus:

Mehrweg
Mehrweg

Ich höre schon die ersten Kommentare: „Aber Glas ist schwer und benötigt daher viel Energie beim Transport!“

Ja, das ist richtig. Aber: Dies lässt sich ganz einfach lösen, indem man regionale Produkte kauft. Denn ein Liter Milch in Mehrwegverpackung mehrere hundert Kilometer transportiert, benötigt das Mehrfache an Transportenergie als das Milchglas der Molkerei aus der Region! Dieses Problem lässt sich also lösen.

Weitere Lösungsansätze sind die Verwendung von Mehrwegtaschen beim Kauf von Obst und Gemüse. Blumenkohl braucht z.B. gar keine Verpackung. Oder Wurst und Käse direkt an der Theke kaufen und in der mitgebrachten Dose transportieren.

Ich persönlich verzichte schon lange auf aufwendig verpackte Lebensmittel, besonders in Doppelverpackungen aus Kunststoffschale plus Kunststofffolienumhüllung. (Schon das Wort in ein Unding.)

Man muss aber auch den Herstellern klar sagen: Wir akzeptieren keine Mogelpackungen mehr! Ein Beispiel: Viele Produkte werden in zu großen Folienverpackungen angeboten. Dem Verbraucher soll ein große Menge des Produkts vorgetäuscht werden. In manche Verpackungen könnte man fast die doppelte Menge verpacken!

Folienverpackung
Folienverpackung

Hier ein Beispiel einer Folienverpackung ohne Umkarton und Befüllung immerhin zu 80 oder 90%.

Also jeder kann etwas tun und wir können heute damit anfangen! Die Mitwelt wird es uns danken.

Petition gehen die Subventionierung der Holzvebrennung
Petition gehen die Subventionierung der Holzverbrennung

Mich erreicht dieser Tage der Aufruf zur Unterzeichnung einer Petition zur Rettung der Wälder Europas. Hier wird beschrieben, was ich in den lezten Jahren auf meinen Wanderungen und auch in "meinem Revier" im Schönbuch immer wieder festgestellt habe. Der Holzeinschlag nimmt massiv zu! Das kann so nicht weitergehen, insbesondere darf die Verbrennung von Holz nicht weiter subventioniert werden.

Zitat: Jetzt ist es an der Zeit, EU Politikern ganz klar zu sagen: Das Verbrennen von Holz zu Zwecken der Energiegewinnung ist eine Katastrophe für Wälder und das Klima und nicht das, was wir uns unter „erneuerbare Energien“ vorstellen.

Über folgenden Link könnt Ihr an der Petition teilnehmen:

Die EU muss Wälder schützen, statt sie für die Energiegewinnung zu verbrennen. (wemove.eu)

Hier der Wortlauf des Aufrufs:

Hallo Bernhard Huber,

"Vor kurzem wollte ich einen Spaziergang in dem Wald machen, den ich aus meiner Kindheit kenne, in der Nähe des Hauses meiner Großeltern. Aber was ich als friedliche, grüne Oase in Erinnerung hatte, sah schrecklich aus. Über weite Strecken waren nur kahle Baumstümpfe übrig. Zuvor vollkommen gesunde Bäume waren zu Hunderten gefällt worden. Mir war zum Weinen zumute."

Meine Kollegin Monika hat mir diese Geschichte erzählt, und sie ist nicht allein. Europas Wälder verschwinden in einem Rekord-Tempo, das wir seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen haben. [1] Es ist ein Geschäftsmodell geworden, die Wälder abzuholzen und zu verbrennen. Die EU nennt das: "grüne Energie". Und wir unterstützen dieses Geschäft sogar mit unseren Steuergeldern!

Aber es gibt einen kleinen Hoffnungsschimmer: Gerade jetzt prüft die EU, wie sie das Gesetz ändern kann. Geprüft wird, was als grüne Energie zählt und EU-Subventionen erhalten kann. Dies ist unsere Chance, Energiegewinnung, die auf Abholzung beruht, auszuschließen. [2]

Es ist klar, dass sich die größten Firmen einmischen werden. Lassen Sie uns zusammen dafür sorgen, dass die EU auch auf unsere Stimmen aus ganz Europa hört.

In der gesamten EU sind die Subventionen, die diese Industrie vom Staat erhält, enorm und wachsen weiter. In Deutschland zum Beispiel hat sie sich 2017 die Taschen mit über 1,7 Milliarden Euro an öffentlichen Geldern gefüllt: Das sind 20.000 Euro pro Bundesbürger. [3]

Und es sind nicht nur die Wälder der EU, die darunter leiden. Die EU importiert immer mehr Holz aus den USA, Kanada, Russland, der Ukraine und sogar Brasilien, um es in der EU zu verbrennen. [4] Einer der führenden Klimatologen der Welt, Prof. Bill Moomaw, fasst zusammen: "Ich kann nicht verstehen, wie diese Politik zustande kam, es sei denn, man stellt fest, dass es eine totale Vereinnahmung der Regierung durch die Forstprodukte-Industrie gab." [5]

Selten kann eine kleine Änderung der Regeln so viel für die Zukunft unseres Planeten bedeuten. Wir können unsere Wälder retten, indem wir einfach Bäume von der Liste der "grünen" Energiequellen streichen - also lassen Sie uns Druck auf die EU ausüben, genau das zu tun.

WeMove Europe-Aktive haben sich schon früher zusammengetan, um Wälder zu retten. Wir waren in Rumänien, Bulgarien und Polen - und wir waren erfolgreich! [6] Jetzt haben wir die Chance, uns für alle Wälder in Europa und weit darüber hinaus einzusetzen.

Vielen Dank!

Annemarie Botzki (Berlin)
Virginia López Calvo (Madrid)
Marta Tycner (Warschau)
Alexandre Naulot (Marseille)
Giulio Carini (Rom)
für das gesamte WeMove.EU-Team

PS: Das Verbrennen von Bäumen hat auch Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Holzverbrennung ist eine Hauptquelle für Luftverschmutzung, der in der EU bereits über 1.000 Menschen pro Tag zum Opfer fallen. [7]

Referenzen:
[1] Für mehr Informationen lesen Sie die Ergebnisse im Fachmagazin "Nature": Im Zeitraum zwischen 2016 und 2018 stieg die “geerntete” Waldfläche in Europa im Vergleich zum Zeitraum von 2011 bis 2015 von 0,76 Millionen Hektar auf 1,13 Millionen Hektar - das ist fast 50 Prozent mehr.
https://www.nature.com/articles/d41586-020-01848-x
Und:
https://www.nature.com/articles/s41586-020-2438-y
[2] https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/12553-EU-renewable-energy-rules-review/public-consultation
[3] Bericht im Detail:
https://www.nrdc.org/sites/default/files/burnout-eu-clean-energy-policies-forest-destruction-ip.pdf
[4] Aktueller Artikel: https://news.mongabay.com/2020/08/are-forests-the-new-coal-global-alarm-sounds-as-biomass-burning-surges/ und ein detaillierter Bericht:
https://ec.europa.eu/energy/sites/ener/files/documents/biosustain_report_final.pdf
[5] https://www.vox.com/science-and-health/2019/3/4/18216045/renewable-energy-wood-pellets-biomass
[6] Rumänien: https://you.wemove.eu/campaigns/rumanien-retten-sie-die-letzten-grossen-urwalder-europas, Bulgarien:
https://act.wemove.eu/campaigns/bewahrt-kresna-gorge, Polen: https://act.wemove.eu/campaigns/wald-verteidigen
[7] https://op.europa.eu/webpub/eca/special-reports/air-quality-23-2018/en/

Nach einer kompletten Überarbeitung der Doku über die erste Wanderwoche, von Oberviechtach bis Bayerisch Eisenstein auf dem Goldsteig, sind die Videos auf YouTube wieder online.

Am einfachsten ist die ganze Wanderwoche über die Playlist zu erreichen.

Ich wünsche Euch viel Freude beim Zuschauen und Zuhören.

Dieser Link führt zur Golsteig Playlist auf meinem YouTube Kanal.

https://www.youtube.com/playlist?list=PL_TJ0N9PAYfM4jWdUDTogwYSiZ-I7fsgD

Goldsteig 13N
Goldsteig 13N

4

In einer Sondersitzung des Horber Gemeinderates wurde nach fast 6-stündiger Beratung um Mitternacht darüber abgestimmt, die Planungen für das Gewerbegebiet Ahldorf zu beenden. Und tatsächlich, das fast Undenkbare wurde Wirklichkeit: Die Planung wird endgültig eingestellt!

Bürgerinitiative lohnt sich

Das ist sicherlich dem mehrjährigen Engagement der Bürgerinitiative „BI-Hau“ und der daraus entstandenen BiM (Bürger im Mittelpunkt) zu verdanken. Diese wurde auf Anhieb mit 4 Sitzen in den Gemeinderat gewählt. Aber auch quer durch alle Fraktionen hat man erkannt, dass es mit dem Flächenverbrauch so nicht weitergehen kann. So wurde mit 16:8 Stimmen die Planung für das Gewerbegebiet gestoppt.

Demonstration vor Hohenberghalle
Demonstration vor Hohenberghalle

Die Natur als Gewinner

Für die Ahldorfer ist damit ein wichtiger Teil ihres Naherholungsgebietes gesichert, in dem sich auch eine Grillhütte befindet. Der klare Gewinner ist der Ahldorfer Wald mit bis zu 200 Jahre alten Stieleichen, aber auch die Wiesen und Felder und vor allem die Tierwelt profitieren davon:

Amphibien: Erdkröte, Blindschleiche und Teichmolch, Reptilien: Zauneidechse, Säugetiere: Fledermaus und Haselmaus, Vögel: Feldlerche, Goldammer und Grauammer! Um nur einige wenige zu nennen.

Herzlichen Dank an alle Aktiven!

Hiermit möchte ich einen Dank aussprechen, an die BI „Hau und Holzwiese“, BiM = Bürger im Mittelpunkt, aber auch an alle Gemeinderäte, die z.B. bis spät in die Nacht für uns an Gemeinderatssitzungen teilnehmen, um unsere Interessen zu vertreten!

Sondersitzung des Gemeinderats
Sondersitzung des Gemeinderats

Entwicklung für die Zukunft und nicht nur „Verweigerung“

Wichtig zu erwähnen ist auch, dass von Gemeinderäten immer wieder betont wurde: Es geht nicht nur um die Verweigerung von Gewerbeflächen, sondern auch um die Entwicklung neuer Ideen für die Zukunft. Wie kann man Flächen effektiver nutzen? z.B. Bau von mehrstöckigen Gewerbegebäuden. Angesichts von stark zunehmenden „Homeoffice Arbeitern“ wird die ständige Fahrt zur Arbeit (Stichwort Auspendler) zukünftig weniger sein und vielleicht noch weniger werden. Das eröffnet neue Chancen für Orte, die bisher oft als Schlafstätte genutzt wurden.

Hau Luftaufnahme
Hau Luftaufnahme

Wie alles begann:

Werde Baumpate und rette den Ahldorfer Forst!

Website der BI Hau und Holzwiese:

www.bi-hau.de

Ein Zeichen setzen

Es war ein sehr bewegendes Gefühl, an diesem warmen Septembertag mit 10 000 Gleichgesinnter friedlich über die Straßen in Stuttgart zu marschieren, um ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. Deutschlandweit haben sich über 1 Million Menschen am Klimastreik beteiligt. Das ist ein phantastisches Ergebnis. Herzlichen Dank an alle, die mit ihrem persönlichen Engagement dies möglich gemacht haben!

Wichtig beim Streik für den Klimaschutz sind nicht nur die Forderungen an die Politik, sondern auch der „gemeinschaftliche Effekt“, das Gefühl der großen Gemeinschaft. Ich hoffe, dieses Gefühl macht alle mehr bereit, selbst etwas für den Klimaschutz zu tun.

Klimstreik in Stuttgart
Klimastreik in Stuttgart

Der Klimastreik muss weitergehen

Wie notwendig der Streik ist, hat sich schon kurz danach gezeigt, als die Maßnahmen des Klimakabinetts veröffentlicht wurden. Mit diesen Maßnahmen geht es genau so weiter wie die letzten 30 Jahre – ohne Effekt hin zu einer wesentlichen Reduzierung der CO2 Emission!

Zum Beispiel sollen Benzin und Diesel um 3 Cent verteuert werden; das ist eine Preisschwankung, die man heute an einem einzigen Tag erleben kann. Im Gegenzug wird die Pendlerpauschale angehoben. Soll das ein Anreiz für mehr Klimaschutz sein?

Ich habe den Eindruck, die Beschlüsse sollen die Klimaschützer beruhigen (Hurra, wir tun was.), aber alle, die es nicht interessiert, sollen bitte auch nicht belastet werden. - So kommen wir nicht weiter.

Marsch zum Schlossplatz
Marsch zum Schlossplatz

Klimaschutz muss sozial ausgewogen sein

Es ist notwendig, dass Klimaschutzmaßnahmen sozial ausgewogen sind, damit sich auch finanziell schlechter gestellte Mitbürger den Klimaschutz „leisten“ können. Dabei ist es wichtig zu erwähnen, dass Menschen mit geringem Einkommen auch einen wesentlich kleineren CO2 Fußabdruck erzeugen. Denn ein wesentlicher Faktor der CO2 Emission ist Konsum und dafür fehlen der armen Bevölkerung schlicht die Mittel! Daher ist es mehr als gerecht, wenn wirtschaftlich schwächere Mitbürger beim Klimaschutz entlastet werden.

Der friedliche Marsch
Der friedliche Marsch

Falsche Bilder des Klimaschutzes

Immer wieder werden Bilder gezeichnet vom Verzicht auf Flugreisen, Autofahren, Fleischkonsum... und es wird so getan, als ginge es beim Klimaschutz nur darum. Dabei sehe ich solche Maßnahmen als letztes Mittel, wenn wir alle aktuellen technischen Möglichkeiten ausgeschöpft haben. Beispiel: Das Dämmen von Gebäuden hat nichts mit Verzicht zu tun, sondern bringt statt dessen einen Komfortgewinn und schont trotzdem das Klima. Anstatt Wärme mit Öl, Gas oder Holz zu erzeugen, müssen zukünftig Wärmepumpen zum Einsatz kommen. Wenn der Strom für die Wärmepumpen aus PV Anlagen auf dem Hausdach stammt, dann ist das ein wichtiger Beitrag zur CO2 Reduktion. Und wieder ein Beispiel für Klimaschutz ohne Verzicht. Weiterhin kann durch intelligenten Einsatz von energieeffizienten Geräten im Haushalt viel Strom eingespart werden. Ein 2- Personen-Haushalt kann 2000 kWh/a oder eben nur 1000 kWh/a Strom verbrauchen und das ohne nennenswerte Einbußen an Lebensqualität. Trotzdem wäre das eine Ersparnis um 50%. Wichtig dabei ist, dass wir heute beginnen und seien es nur kleine Schritte! Es geht nicht um einen Totalverzicht, sondern um eine Reduktion von CO2 um ca. 5% jährlich ab 2018 gerechnet. Und das möglichst in allen Bereichen wie Verkehr, Wohnen und Konsum.

Jeder nach seinen Möglichkeiten

Nicht jeder wird gleichviel zum Klimaschutz beitragen können und wollen. Das müssen wir akzeptieren und das darf die Gesellschaft nicht spalten. Es gibt Menschen (ich schließe mich ein,) denen fällt es leicht auf Dinge zu verzichten, ja, es macht ihnen sogar Freude! Anderen fällt Verzicht schwer und er wird als Verlust an Lebensqualität empfunden. Trotzdem können solche Menschen Maßnahmen wie oben beschrieben ergreifen! Wichtig ist, dass wir Unterschiede akzeptieren und erkennen, dass diese ein Teil des Lebens auf unserem Planeten sind! Die Natur ist vielfältig und das menschliche Leben ist es auch.

Fakten zum Klimaschutzprogramm 2030 des Klimakabinetts:

https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Klimaschutz/eckpunkte_klimaschutzprogramm_2030.pdf

Weitere Beiträge

https://wald-und-outdoor.de/klimastreik/

https://wald-und-outdoor.de/parentsforfuture/

https://wald-und-outdoor.de/der-pv-deckel-muss-weg/

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Am Freitag, 20. September finden in ganz Deutschland unzählige Aktionen und Streiks für mehr Klimaschutz statt. Je mehr Menschen sich beteiligen, um so mehr Druck können wir auf Politik und Wirtschaft ausüben!

Politik und Klimawandel

Auch wenn das Klimakabinett an diesem Tag seine Maßnahmen zur Erreichung der international verpflichtenden Klimaschutzziele vorstellen wird, müssen die Bürger weiterhin zeigen, dass wir nachprüfbare Ziele benötigen, um den CO2 Ausstoß möglichst bis 2035 gegen 0 zu reduzieren. Im meinem Artikel https://wald-und-outdoor.de/der-pv-deckel-muss-weg/ beschreibe ich einige notwendige Schritte für die Energiewende.

Veränderung in der Gesellschaft

Ich meine, es geht bei den Streiks nicht nur um das Einfordern von Maßnahmen, sondern diese Streiks bewirken durch ihre Dauerhaftigkeit auch einen Wandel in der Gesellschaft. Dieser Wandel wird die Bereitschaft des Einzelnen erhöhen, sich in seinem persönlichen Alltag klimafreundlicher zu verhalten.

Chancen für die Wirtschaft

Ich sehe im Klimaschutz weniger die Gefahr einer Rezession, sondern Klimaschutz kann ein starker Motor für die Transformation unserer Wirtschaft hin zu einem ressourcenschonenden Umgang mit unserer Mitwelt (Umwelt) sein.

Unsere Möglichkeiten

Es geht nicht um ein Zurück zur Steinzeit, nein, wir haben heute zahllose technische Möglichkeiten, die schon „marktreif“ sind. Photovoltaik, Windkraft, Wärmepumpen, E-Autos und nicht zuletzt die Digitalisierung…. Mit all diesen technischen Möglichkeiten kann es uns gelingen, wenn diese intelligent eingesetzt werden, den Wandel hin zu einer ressourcenschonenden Gesellschaft zu bewältigen. Und das Ganze mit wenig Einbußen an „Komfort“. Es ist klar, dass Deutschland nicht allein das Klima retten kann. Aber sollte es uns gelingen, unsere Energiewirtschaft auf erneuerbare Energien umzustellen, dann sendet das an unsere Nachbarstaaten, an Europa und die Welt ein starkes Signal. Und der daraus resultierende Effekt kann ein Mehrfaches unserer Maßnahmen betragen.

Die Bewegung wächst

Wie gut, dass es immer mehr Bevölkerungsschichten und Organisationen sowie Kirchen gibt, die die Klimaschutzbewegung unterstützen: Fridays for Future, Parents for Future, Scientists for Future, Churches for Future…..

Mach auch Du mit

Bitte verbreiten Sie diese Nachricht, gehen Sie zu einer Demo oder anderen Aktionen für mehr Klimaschutz und einer lebenswerten Zukunft am Freitag, 20. September 2019!

Brief an meinen Bundestagsabgeordneten

Der PV Deckel muss weg
Der PV Deckel muss weg!

Sehr geehrter Herr Bundestagsabgeordneter.....,

Der PV Deckel muss weg!

Eine unsinnige Grenze der Förderung von Photovoltaikanlagen

Mit dem Erneuerbare Energien Gesetzt wurde in der Novelle in 2012 unter anderem beschlossen die installierte Photovoltaik (PV) Leistung auf 52 GW zu begrenzen. Bei erreichen dieser installierten Leistung entfällt eine „Förderung“ komplett! Diese Grenze wird bereits voraussichtlich im nächsten Jahr erreicht. Der Wegfall jedlicher Förderung macht PV Anlagen auf Wohnhäusern unwirtschaftlich. Damit rücken die Klimaziele der Bundesregierung in immer weitere Ferne. Als der 52 GW „Deckel“ beschlossen wurde, gab es in privaten Haushalten noch keine Stromspeicher in form von Lithium Akkumulatoren. Dies ist heute aber fast ausnahmslos der Fall. Damit entzerrt sich aber die Sitzenbelastung der Stromnetze zur Mittagszeit. Das bedeutet, der eigentliche Grund, nämlich der Schutz der Stromnetze vor den „Stromspitzen“ über die Mittagsstunden ist weitgend beseitigt. Auch daher ist ein weiterer Ausbau der PV Leistung technisch problemlos möglich. (9)

Der Allgäuer „Sonnenbatterie“ Hersteller sonnen GmbH nützt die privaten PV-Speicher sogar zur Netzstabilisierung.

Warum wir dringend mehr PV Leistung benötigen

Energie für unsere Häuser

Strom entwickelt sich immer mehr zur Schlüssel Energie. Wir benötigen Strom heute und zukünftig zum Heizen unserer Häuser mit Wärmepumpen. Wärmepumpen können aber nur effektiv und weitgehend klimaneutral mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden. Das liegt hauptsächlich daran, dass für die Erzeugung von 1 kWh Strom ca. 2,4 kWh Primärenergie (2) bereitgestellt werden müssen. Wenn diese Primärenergie wie im Moment hauptsächlich noch mit Kohle bereitgestellt wird, dann ist das für den Klimaschutz kein Fortschritt. Hingegen ist es ein ganz wichtiger Schritt für den Klimaschutz wenn der Strom für Wärmepumpen mit PV Anlagen erzeugt wird. Wichtig dabei ist, dass selbst erzeugter und selbst verbrauchter Storm unsere Stromnetze nicht belastet und dadurch ein Netzausbau entfallen kann.

Energie für den Verkehr

Weiter wird uns von staatlicher Seite das Elektro Auto als Zukunftstechnologie angepriesen und sogar weiterhin mit bis zu 4000 EUR gefördert. Aber genauso wie bei den Wärmepumpen lassen sich E-Autos nur mit erneuerbaren Energien klima- und umweltfreundlich betreiben. Wenn E-Autos mit „Strom aus der Steckdose“ also dem sogenannten Strommix (2) geladen werden, sind diese alles andere als umweltfreundlich. Ein E-Auto macht nur Sinn wenn dieses mit möglichst viel Strom aus erneuerbaren Energien geladen wird. Und da ist eine PV Anlage die ideale Ergänzung und meiner Meinung nach eine Grundvoraussetzung für die E-Mobilität. Warum werden PV-Anlagen und Stromspeicher nicht genauso einfach gefördert wie E-Autos?

Wenn wir PV nur auf den Eigenverbrauch beschränken, verschenken wir wertvolles Potential

Der PV Deckel würde dazu führen, dass die PV Anlagen zukünftig nur noch für den Eigenverbrauch optimiert werden. Dadurch wird wertvolle Dachfläche verschenkt und der Ausbau der PV weiter gebremst. Dabei müssen wir den Ausbau beschleunigen und nicht begrenzen! Weiterhin wird die sich gerade etwas erholende Solarindustrie in Deutschland weiter geschwächt. Ich erinnere daran, das für den Erhalt von Arbeitsplätzen in der Kohleindustrie über 30.000 (3) Arbeitsplätze in der PV Industrie geopfert wurden. Das waren Arbeitsplätze in einer der wichtigsten Zukunftstechnologien, in der Deutschland zeitweise führend war! Warum ?!

Das Fraunhofer Institut hat errechnet, dass auf deutschen Dächern (4) 320 GW/h PV Leistung installiert werden könnte, also etwa das 6 Fache der momentan installierten Leistung. Es gibt heute keinen technischen Grund dieses Potential nicht zu nützen.

Erneuerbare Energie ist nicht teuer

Der Fördersatz für kleine Dachanlagen ist mit 57 Cent / kWh im Jahr 2004 (5) auf heute nur noch knapp über 10 Cent bereits drastisch gefallen. Damit nähert sich der Preis bereits deutlich dem Strompreis an der Leipziger Strombörse, der bei ca. 4 Cent / kWh liegt. Daran kann man gut erkennen wie billig Erneuerbare Energie heute schon ist.

Ich fordere Sie, sehr geehrter Herr Bundestagsabgeordneter .... daher auf, sich für den Wegfall des PV Deckels einzusetzen. Ich meine Sie sind es Ihren Wählern schuldig.

Gerne würde ich den „PV-Deckel“ zu einem persönlichen Gespräch bei Ihnen abholen.

Herzlichen Dank für Ihr Verständnis und Ihren Einsatz.

Mit freundlichen Grüßen

Bernhard Huber

(1) https://www.spektrum.de/kolumne/wie-viel-kohlendioxid-bleibt-deutschland-noch/1636218

(2) https://www.umweltbundesamt.de/bild/strommix-in-deutschland

(3) https://www.zeit.de/wirtschaft/2012-11/solarverband-arbeitsplaetze-verlust

(4) https://www.youtube.com/watch?v=Az-Fr8DkhMQ&list=PL_TJ0N9PAYfPJ2kId1oLx58KerIkFFMKz&index=1

(5) https://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare-Energien-Gesetz

(6) https://www.volker-quaschning.de/derpvdeckelmussweg/index.php

(7) https://www.heise.de/newsticker/meldung/Oekostromrekord-Anteil-erneuerbarer-Energien-erstmals-ueber-40-Prozent-4264836.html

(8) http://archive.md/20130212043841/http://www.solarserver.de/news/news-7381.html#selection-337.240-337.302

(9) https://www.finanztip.de/photovoltaik/stromspeicher/

Strecke ca. 20 km, 670 m im Aufstieg, 410 m im Abstieg

Gewandert am 23.09.2018

Am 2 . Wandertag meiner Herbsttour auf dem Albsteig wartet gleiche eine kleine Herausforderung auf mich. Die Wettervorhersage meldet für die Kammlagen der Alb für den Nachmittag Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten bis 95 km/h. Da mir die Gefahr einer Verletzung durch herabstürzende Äste im Wald zu groß ist, beschließe ich die Etappe zügig „durchzuwandern“ um möglichst schon um 15 Uhr mein Quartier am Stahlecker Hof zu erreichen.

Wie es mir dabei ergangen ist, seht Ihr in meinem Video: https://youtu.be/xCe_DvSfuTw

Dazu auch mein Blogartikel mit näheren Informationen zur Etappe: https://wald-und-outdoor.de/albsteig-etappe-9/

Albsteig Etappe 9 von Bad Urach nach Stahleck
Albsteig Etappe 9 von Bad Urach nach Stahleck

Musik von: https://filmmusic.io:

"Kathrin" by Sascha Ende ()

Licence: CC BY + (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de)

"Sinuswelle" by Sascha Ende ()

Licence: CC BY + (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de)

YouTube Audio Bibliothek:

Airline von Geographer

Karten und Höhenprofil: Open Street Map
OpenTopoMap (CC-BY-SA)

Das Thema Klimaschutz lässt mich nicht mehr ruhen. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir nur noch wenig Zeit zum Handeln haben. Daher ist es unabdingbar, dieses Ziel in einem Gesetzt zu verankern. Über einen Newsletter der Parents for Future Initiative bin ich auf die Petition aufmerksam geworden: https://klimaschutzgesetz.jetzt

Es bleiben nur noch wenige Tage bis zum 6. Mai, um 50.000 Mitunterzeichner zu finden!

Hier eine Berechnung, wie viel Zeit Deutschland noch bleibt, um die CO2 Emission auf 0! zu reduzieren. https://www.spektrum.de/kolumne/wie-viel-kohlendioxid-bleibt-deutschland-noch/1636218

Hätte man bereits in den 90er Jahren nach den ersten Internationalen Klimakonferenzen gehandelt, hätte Deutschland bis ins Jahr 2050 Zeit gehabt, die CO2 Emission auf 0 zu reduzieren. Dazu hätte man jährlich den CO2 Ausstoß nur um ca. 1,5% reduzieren müssen. Dadurch, dass in den letzten 3 Jahrzehnten praktisch nichts erreicht wurde, bleibt aber nur noch Zeit bis ca. 2035 und wir müssen jährlich den CO2 Ausstoß um über 6 % reduzieren!

Wer solche Berechnungen für unrealistisch hält, sollte sich fragen, warum sein Handy, das er gerade vielleicht in Händen hält, überhaupt funktioniert und ob wirklich jemals ein Mensch auf dem Mond gelandet ist. Denn beides ist nur mit genauesten (komplexen) Berechnungen möglich.

Im Folgenden möchte ich den Wortlaut der Petition wiedergeben:

Text der Petition: https://parentsforfuture.de/petition/

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, innerhalb der nächsten sechs Monate ein verbindliches, sektorübergreifendes Klimaschutzgesetz zu verabschieden, das zum Ziel hat, die Netto-Emissionen von CO2 und anderen Treibhausgasen schnell abzusenken und bis 2040 möglichst auf null zu reduzieren. Die Klimaziele müssen verbindlich, unaufschiebbar und überprüfbar sein. Das Klimaschutzgesetz muss so schnell wie möglich mit dem Ziel die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, in Kraft treten.

Begründung:

Fridays for Future - eine Bewegung hat auch Deutschland erfasst. Tausende Schüler*innen und nun auch Erwachsene gehen für echten, effektiven Klimaschutz auf die Straße. Am 12. März 2019 veröffentlichten auch über 23.000 anerkannte Wissenschaftler*innen als “Scientists4Future” eine Erklärung, die schnelle Taten einfordert und die Klimastreiks der Schüler*innen fundiert unterstützt.

Auf der Pariser Klimaschutzkonferenz (COP21) im Dezember 2015 haben 195 Länder erstmals ein allgemeines, rechtsverbindliches, weltweites Klimaschutzabkommen verabschiedet, darunter auch Deutschland. Jedoch hat Deutschland bis heute kein Klimaschutzgesetz, mit dem das Pariser Klimaschutzabkommen einzuhalten wäre.

Schon jetzt ist klar: die Klimaschutzziele bis 2020 wird Deutschland klar verfehlen.

Das Abkommen sieht vor, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen, um einem gefährlichen Klimawandel und einer damit verbundenen Heißzeit entgegenzuwirken. Eine Begrenzung auf 2 Grad Celsius wird nicht ausreichen, um sehr negative Klimafolgen abzuwenden, die gängige Wissenschaft (vgl. Weltklimarat (IPCC)) befasst sich nunmehr mit Szenarien, in denen eine Reduktion auf 1,5 Grad Celsius erreicht werden soll.

Der Klimawandel ist Fakt, er betrifft uns alle, weltweit und ist eine reale Bedrohung für die Menschheit. Verteilungskriege, extreme Unwetter, Hunger, die Zerstörung der Heimat vieler Menschen sind nur der Anfang. All das hat schon jetzt begonnen. Die Scientists4Future warnen: “Bei zunehmender Erwärmung der Erde werden gefährliche klimatische Kipp-Punkte des Erdsystems, d. h. sich selbst verstärkende Prozesse, immer wahr-scheinlicher. Dies würde dazu führen, dass eine Rückkehr zu heutigen globalen Temperaturen für kommende Generationen nicht mehr realistisch ist.”

Die Jahre 2015 bis 2018 waren nach Analysen der Weltorganisation für Meteorologie die vier wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Um zu verhindern, dass die Erde sich bis Ende des Jahrhunderts um drei Grad Celsius oder mehr erhitzt, muss der Ausstoß von Treibhausgasen konsequent und so schnell wie möglich reduziert werden. Dazu gehört, die Verbrennung von Kohle bis 2030 fast vollständig zu beenden, die Verbrennung von Erdöl und Erdgas gleichzeitig zu reduzieren, bis alle fossilen Energieträger durch klimaneutrale Energiequellen ersetzt worden sind.

Für die Petentin zeigt sich anhand der Differenzen zwischen den Ministerien schon jetzt, wie wichtig eine klare und verbindliche Gesamtstrategie ist. Sinn- und wirkungsvolle Einzelmaßnahmen sind sicher hilfreich, aber sie haben sich bislang bei weitem nicht als ausreichend erweisen. Deutschland benötigt so schnell wie möglich ein verbindliches Gesetz, um bei der Klimaerwärmung eine wirksame Notbremse zu ziehen. Wir haben lange genug geredet: Deutschland braucht ein Klimaschutzgesetz. Jetzt.

Parents For Future Deutschland http://www.parentsforfuture.de - kontakt@parentsforfuture.de

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Wie ich im Artikel „Der Stromverbrauch des Internet“ (1) gezeigt habe, ist der Stromverbrauch des Internets riesig. Allein in Deutschland verbraucht das Internet soviel Strom wie Berlin oder die gesamte Produktion des „Windstroms“ in Deutschland! (2)

Getreu nach dem Motto „Viel Kleinvieh macht auch Mist“ möchte ich auch auf meinem Blog und vor allem auf meinem YouTube Kanal den Stromverbrauch reduzieren.

Eine ganz neue Kanalidee

Daher habe ich mir überlegt, meinen YouTube Kanal zukünftig ähnlich wie eine Mediathek zu betreiben. Das bedeutet, die Videos sind nur noch für begrenzte Zeit online, z.B. vier Wochen. Zusätzlich werde ich aber zu meinen Wanderungen also den Westweg, Goldsteig, Albsteig aber auch im Schönbuch je ein „Trailervideo“ auf meinem Kanal zeigen.

Zusätzlich gibt mir das die Möglichkeit meine Videos in reduzierter Auflösung als HD720 statt bisher HD1024 hochzuladen. Das soll die Datenrate beim Streaming reduzieren und trägt dadurch auch zur Reduzierung des Strombedarfs bei. Viele Zuschauer werden davon nichts bemerken, wenn sie z.B. die Videos auf Mobilgeräten wie Handys anschauen.

Ein Vorbild zum sorgsamen Umgang mit unseren Ressourcen

Ich hoffe dadurch ein Vorbild für andere YouTube Kanäle zu geben. Daher werde ich noch ein kleines „Erklärvideo“ dazu veröffentlichen.

Links:

Mein YouTube Kanal: http://www.youtube.com/c/WaldOutdoor

(1) https://wald-und-outdoor.de/der-stromverbrauch-des-internet/

(2) Ein sehr guter Beitrag in der ZDF Mediathek (Bis 20.9.2019 abrufbar.) https://www.zdf.de/dokumentation/planet-e/planet-e-stromfresser-internet-100.html