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Das Thema Klimaschutz lässt mich nicht mehr ruhen. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir nur noch wenig Zeit zum Handeln haben. Daher ist es unabdingbar, dieses Ziel in einem Gesetzt zu verankern. Über einen Newsletter der Parents for Future Initiative bin ich auf die Petition aufmerksam geworden: https://klimaschutzgesetz.jetzt

Es bleiben nur noch wenige Tage bis zum 6. Mai, um 50.000 Mitunterzeichner zu finden!

Hier eine Berechnung, wie viel Zeit Deutschland noch bleibt, um die CO2 Emission auf 0! zu reduzieren. https://www.spektrum.de/kolumne/wie-viel-kohlendioxid-bleibt-deutschland-noch/1636218

Hätte man bereits in den 90er Jahren nach den ersten Internationalen Klimakonferenzen gehandelt, hätte Deutschland bis ins Jahr 2050 Zeit gehabt, die CO2 Emission auf 0 zu reduzieren. Dazu hätte man jährlich den CO2 Ausstoß nur um ca. 1,5% reduzieren müssen. Dadurch, dass in den letzten 3 Jahrzehnten praktisch nichts erreicht wurde, bleibt aber nur noch Zeit bis ca. 2035 und wir müssen jährlich den CO2 Ausstoß um über 6 % reduzieren!

Wer solche Berechnungen für unrealistisch hält, sollte sich fragen, warum sein Handy, das er gerade vielleicht in Händen hält, überhaupt funktioniert und ob wirklich jemals ein Mensch auf dem Mond gelandet ist. Denn beides ist nur mit genauesten (komplexen) Berechnungen möglich.

Im Folgenden möchte ich den Wortlaut der Petition wiedergeben:

Text der Petition: https://parentsforfuture.de/petition/

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, innerhalb der nächsten sechs Monate ein verbindliches, sektorübergreifendes Klimaschutzgesetz zu verabschieden, das zum Ziel hat, die Netto-Emissionen von CO2 und anderen Treibhausgasen schnell abzusenken und bis 2040 möglichst auf null zu reduzieren. Die Klimaziele müssen verbindlich, unaufschiebbar und überprüfbar sein. Das Klimaschutzgesetz muss so schnell wie möglich mit dem Ziel die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, in Kraft treten.

Begründung:

Fridays for Future - eine Bewegung hat auch Deutschland erfasst. Tausende Schüler*innen und nun auch Erwachsene gehen für echten, effektiven Klimaschutz auf die Straße. Am 12. März 2019 veröffentlichten auch über 23.000 anerkannte Wissenschaftler*innen als “Scientists4Future” eine Erklärung, die schnelle Taten einfordert und die Klimastreiks der Schüler*innen fundiert unterstützt.

Auf der Pariser Klimaschutzkonferenz (COP21) im Dezember 2015 haben 195 Länder erstmals ein allgemeines, rechtsverbindliches, weltweites Klimaschutzabkommen verabschiedet, darunter auch Deutschland. Jedoch hat Deutschland bis heute kein Klimaschutzgesetz, mit dem das Pariser Klimaschutzabkommen einzuhalten wäre.

Schon jetzt ist klar: die Klimaschutzziele bis 2020 wird Deutschland klar verfehlen.

Das Abkommen sieht vor, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen, um einem gefährlichen Klimawandel und einer damit verbundenen Heißzeit entgegenzuwirken. Eine Begrenzung auf 2 Grad Celsius wird nicht ausreichen, um sehr negative Klimafolgen abzuwenden, die gängige Wissenschaft (vgl. Weltklimarat (IPCC)) befasst sich nunmehr mit Szenarien, in denen eine Reduktion auf 1,5 Grad Celsius erreicht werden soll.

Der Klimawandel ist Fakt, er betrifft uns alle, weltweit und ist eine reale Bedrohung für die Menschheit. Verteilungskriege, extreme Unwetter, Hunger, die Zerstörung der Heimat vieler Menschen sind nur der Anfang. All das hat schon jetzt begonnen. Die Scientists4Future warnen: “Bei zunehmender Erwärmung der Erde werden gefährliche klimatische Kipp-Punkte des Erdsystems, d. h. sich selbst verstärkende Prozesse, immer wahr-scheinlicher. Dies würde dazu führen, dass eine Rückkehr zu heutigen globalen Temperaturen für kommende Generationen nicht mehr realistisch ist.”

Die Jahre 2015 bis 2018 waren nach Analysen der Weltorganisation für Meteorologie die vier wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Um zu verhindern, dass die Erde sich bis Ende des Jahrhunderts um drei Grad Celsius oder mehr erhitzt, muss der Ausstoß von Treibhausgasen konsequent und so schnell wie möglich reduziert werden. Dazu gehört, die Verbrennung von Kohle bis 2030 fast vollständig zu beenden, die Verbrennung von Erdöl und Erdgas gleichzeitig zu reduzieren, bis alle fossilen Energieträger durch klimaneutrale Energiequellen ersetzt worden sind.

Für die Petentin zeigt sich anhand der Differenzen zwischen den Ministerien schon jetzt, wie wichtig eine klare und verbindliche Gesamtstrategie ist. Sinn- und wirkungsvolle Einzelmaßnahmen sind sicher hilfreich, aber sie haben sich bislang bei weitem nicht als ausreichend erweisen. Deutschland benötigt so schnell wie möglich ein verbindliches Gesetz, um bei der Klimaerwärmung eine wirksame Notbremse zu ziehen. Wir haben lange genug geredet: Deutschland braucht ein Klimaschutzgesetz. Jetzt.

Parents For Future Deutschland http://www.parentsforfuture.de - kontakt@parentsforfuture.de

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Wie ich im Artikel „Der Stromverbrauch des Internet“ (1) gezeigt habe, ist der Stromverbrauch des Internets riesig. Allein in Deutschland verbraucht das Internet soviel Strom wie Berlin oder die gesamte Produktion des „Windstroms“ in Deutschland! (2)

Getreu nach dem Motto „Viel Kleinvieh macht auch Mist“ möchte ich auch auf meinem Blog und vor allem auf meinem YouTube Kanal den Stromverbrauch reduzieren.

Eine ganz neue Kanalidee

Daher habe ich mir überlegt, meinen YouTube Kanal zukünftig ähnlich wie eine Mediathek zu betreiben. Das bedeutet, die Videos sind nur noch für begrenzte Zeit online, z.B. vier Wochen. Zusätzlich werde ich aber zu meinen Wanderungen also den Westweg, Goldsteig, Albsteig aber auch im Schönbuch je ein „Trailervideo“ auf meinem Kanal zeigen.

Zusätzlich gibt mir das die Möglichkeit meine Videos in reduzierter Auflösung als HD720 statt bisher HD1024 hochzuladen. Das soll die Datenrate beim Streaming reduzieren und trägt dadurch auch zur Reduzierung des Strombedarfs bei. Viele Zuschauer werden davon nichts bemerken, wenn sie z.B. die Videos auf Mobilgeräten wie Handys anschauen.

Ein Vorbild zum sorgsamen Umgang mit unseren Ressourcen

Ich hoffe dadurch ein Vorbild für andere YouTube Kanäle zu geben. Daher werde ich noch ein kleines „Erklärvideo“ dazu veröffentlichen.

Links:

Mein YouTube Kanal: http://www.youtube.com/c/WaldOutdoor

(1) https://wald-und-outdoor.de/der-stromverbrauch-des-internet/

(2) Ein sehr guter Beitrag in der ZDF Mediathek (Bis 20.9.2019 abrufbar.) https://www.zdf.de/dokumentation/planet-e/planet-e-stromfresser-internet-100.html

CO2 full stop oder wie sicher ist der Klimawandel?

Über den Blog von Volker Quaschning (1) bin ich auf die Aktion #ParentsForFuture (2) aufmerksam geworden. Vielleicht können andere Eltern nachvollziehen, was Eltern empfinden, wenn Schüler oder junge Erwachsene sagen: „Warum soll ich bei solch einer ungewissen Zukunft Kinder in die Welt setzten“? Das kann ich sehr gut nachvollziehen, denn ich habe im jungen Erwachsenenalter selbst so gedacht. Rückblickend denke ich, waren aber damals die „Aussichten“ gegenüber heute geradezu hoffnungsvoll. Und ich kann den vielen Schülern die freitags mit der Aktion #FridaysForFuture für Maßnahmen gegen den Klimawandel kämpfen nur dankbar sein.

Das Problem des Klimawandels ist nicht neu. Schon in den 1980er Jahren habe ich mich zum ersten Mal über die in der Global 2000 Studie veröffentlichten Prognosen der zukünftigen Umweltprobleme mit dem Klimawandel beschäftigt.

Zitat aus Global 2000(3)

„Es könnte eine entscheidende Veränderung in der Struktur der Niederschläge auf der ganzen Erde und einen Temperaturanstieg um zwei bis drei Grad in den mittleren Breiten der Erde eintreten.“

Für mich war diese „Vorhersage“ schon damals kein Pessimismus, sondern eine ernstzunehmende Gefahr. Aber das Jahr 2000 schien damals noch in weiter Ferne und die Umweltbewegung der 1980er Jahre gab mir ein wenig Hoffnung, alles könnte sich doch zum Besseren wenden. Ich weiss noch, meine Meinung war „in diese Welt kann man doch keine Kinder setzten“. Aber es kam dann doch anderst und irgendwie ist man als Vater gezwungen, positiver in die Zukunft zu blicken. Und so hat sich meine Einstellung zum Klimawandel noch einmal gewandelt. Denn gab es nicht im Mittelalter eine Kälteperiode(6), also doch immer wieder „natürliche“ Klimaschwankungen? So vergingen viele Jahre, in denen ich in der Hoffnung lebte, es könne vielleicht doch nicht so schlimm werden wie befürchtet.

Die Wende

Auslöser für mich, sich noch einmal eingehender mit dem Klimawandel zu beschäftigen, war, so denke ich im nachhinein, der Beginn meiner Wanderleidenschaft vor ca. 3 Jahren. Es wird mir erst heute so richtig bewusst: Wandern (allein wandern) ist eine Art Meditation, die die Sinne schärft und die Sensibilität für die Natur und die Landschaft erhöht. Bei meinen vielen 100 km durch die Wälder unserer Mittelgebirge habe ich immer wieder mit „Schmerzen“ sehen müssen wie der Wald unter der intensiven Nutzung durch den Menschen leidet. Wald und Klima sind für mich untrennbar miteinander verbunden. Wer sich das nicht vorstellen kann, einfach im Sommer einen größeren „schattigen Wald“ aufsuchen. Hier spürt man besonders intensiv, wenn die Lufttemperatur locker 5 Grad niedriger ist, als in offener Landschaft. - So kam ich über die Bedrohung für das Ökosystem Wald erneut auf die Frage nach dem Klimawandel.

Mit Wissen die Intuition bestätigen

Irritiert haben mich Beiträge in Sozialen Medien wie „Der Klimawandel ist eine Erfindung“, ja sogar eine Lüge. Das hat mich angesporrnt mehr darüber wissen zu müssen: Was sind die Fakten zum Klimawandel? Meine Intuition sagt mir, ja es gibt den Klimawandel und wir müssen handeln und zwar sofort. Wir haben seit den 80 Jahren viel Zeit verloren, in der zu wenig oder gar nichts unternommen wurde, den Klimawandel zu bremsen. Ja, schlimmer noch, wir haben den Klimawandel noch beschleunigt, indem wir die CO2 Emissionen noch erhöht haben.

Eine Auswahl von Fakten, die mich beeindruckt haben:

Ein kleiner Versuch von Prof. Dr. Volker Quaschning (1) demonstriert die Wirkung von CO2: https://www.youtube.com/watch?v=DHJaE86o0Nk

Eine ganze Reihe von Beweisen liefert Prof. Dr. Harald Lesch, unter vielen anderen in seinem Vortrag: Warum tun wir nicht was wir sollten? : https://www.youtube.com/watch?v=MTbhCndKbTM

Zwei Fragen an Klimawandel Zweifler

Ich denke, man kann sich dem Problem auch sehr gut mit Logik nähern:

1. Wann würden Sie sagen, dass für Sie feststeht, dass ein Klimawandel stattfindet, der uns gefährlich wird? Also z.B. Stürme, Hagel, Starkregen und Gewitter in einer Intensität und Häufigkeit, die man bisher nicht kannte.

2. Wenn für Sie dieser Punkt erreicht ist, denken Sie, man kann dann noch mit „menschlichen“ Mitteln gegensteuern?

Für mich ist klar, bis wirklich eine große Mehrheit aus eigener Erfahrung akzeptieren würde, dass ein Klimawandel stattfindet, der uns gefährlich wird, ist es ziemlich sicher zu spät, um etwas dagegen zu tun. Und genau dafür benötigen wir Wissenschaft (5), um das „herauszufinden“, was wir mit unseren Sinnen nicht erfassen können. Selbst wenn man sich auf die Meinung zurückzieht, dass der Klimawandel nicht menschgemacht ist, so wäre es doch logisch alles Menschenmögliche zu versuchen, um die Folgen abzumildern.

Aber wir haben gar keine 2. Erde

Ich frage mich, wie kann man sich so sicher sein, dass der Klimawandel nicht vom Menschen (mit)verursacht ist? Und gleichzeitig, dass es für die Menschheit unmöglich ist, dem Klimawandel entgegen zu wirken. Denn nur wenn beides zutrifft, könnte man tatsächlich sagen: Wir können und müssen Nichts tun. - Aber wir haben nur einen Planeten, also nur ein Chance und daher gibt es logischerweise keinen Grund für Experimente!

Erinnerungen an und Parallelen mit Tschernobyl

Als zusätzliches Beispiel möchte ich hier noch die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl heranziehen. (4) Nach dem Supergau haben die Menschen in der Steuerzentrale des Kraftwerks noch lange gedacht, es müsse ein Erdbeben oder gar Kriegsausbruch gewesen sein! Sie konnten einfach nicht akzeptieren, dass passiert war, was einfach nicht hätte passieren dürfen! Und ich meine, genau das ist unsere Situation mit dem Klimawandel. Die Auswirkungen auf unser heutiges und zukünftiges Leben sind so gravierend, dass es uns sehr schwerfällt diese Tatsache zu akzeptieren.

Gibt es Lösungen?

In weiteren Blogartikeln werde ich zeigen, dass sich aus technischer Sicht viele Probleme lösen lassen und zwar mit dem Wissen und der Technik, die uns aktuell zur Verfügung steht. Das Problem ist nicht mangelndes Wissen, sondern es sind die Pfründe eines jeden, von denen möglichst niemand etwas abgeben möchte. Kurz: es geht ums Geld.

Packen wir's an!

Der Weg zum "CO2 full stop" ist weit. Daher müssen wir endlich etwas bewegen und wenn es nur kleine Schritte sind: https://wald-und-outdoor.de/werdet-baumpate-und-rettet-den-ahldorfer-forst/ Wir können das nicht unseren Politikern überlassen.

(1) Volker Quaschning: Erneuerbare Energien und Klimaschutz https://www.volker-quaschning.de/index.php

(2) #ParentsForFuture, mitmachen!: Eine Aktion, die die Politik zum Handeln bewegen soll und um Verständnis bei Politikern für die streikenden Schüler wirbt: https://parentsforfuture.de/

(3) Global 2000: Die Studie wurde bereits 1980 veröffentlicht. Vieles, was damals vorhergesagt wurde, ist mit erstaunlicher Genauigkeit eingetroffen: z.B. der Bevölkerungszuwachs. https://www.deutschlandfunk.de/klimaschutz-global-2000-der-bericht-an-den-praesidenten.1310.de.html?dram:article_id=303529

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/weltuntergang-was-wurde-aus-den-duesteren-prognosen-der-siebziger-a-1030504.html

(4) Tschernobyl - Minuten der Entscheidung: https://www.youtube.com/watch?v=a2NR1p0t_sg

(5) https://www.klimafakten.de/

(6) Der Mensch hat schon 200 Jahre vor der Industrialisierung das Klima beeinflusst: https://www.heise.de/tp/features/Das-Anthropozaen-beginnt-mit-der-Eroberung-Amerikas-4305153.html