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Wo gibt es den größten Holzzuwachs?

Schon lange stelle ich mir die Frage: Wo wächst mehr Holz, in einem Naturwald oder in einem forstwirtschaftlich genutzten Wald. Fragt man heute Forstwissenschaftler, so wird man oft die Antwort erhalten, dass in einem Forstwald der Holzzuwachs größer ist. Dies wird damit begründet, dass durch das regelmäßige (alle 10 – 15 Jahre) durchforsten des Waldes mehr Licht für die Bäume zur Verfügung steht. Aber ist das wirklich so?

Die Frage ist für einen Naturschützer von entscheidender Bedeutung, denn die Antwort würde eine Aussage darüber ermöglichen: „Was ist das rechte Maß beim Eingriff in unseren Wald“.

Die Pflanzengemeinschaft Wald hat sich in Jahrmillionen entwickelt. In diesem für Menschen unvorstellbar langem Zeitraum haben sich die Pflanzen immer weiter entwickelt und an ihrem Umwelt angepasst. Aber nicht nur das, auch die Lebensgemeinschaft von Pflanzen, Pilzen, Insekten und Tieren haben sich zu einem Netzwerk zusammengeschlossen an dem der Mensch noch für unbestimmte Zeit forschen kann.

Ein weiteres Argument der Forstwissenschaft ist, dass es eine Konkurrenz in der Pflanzengemeinschaft Wald gibt. Eine Konkurrenz nämlich um Wasser, Nährstoffe und vor allem Licht.

Aber ist das wirklich so? Das würde doch bedeuten, das es den Pflanzen in Jahrmillionen der Evolution nicht gelungen ist sich optimal aufeinander abzustimmen. Und das System wäre so fehlerhaft, dass der Mensch durch einfachen Holzeinschlag das System verbessern kann. Meiner Meinung nach ist allein durch diese logische Überlegung klar, dass diese Thesen der Forstwissenschaft nicht stimmen können. Das der Konkurrenz Gedanke nicht stimmt, kann man aber auch wissenschaftlich leicht beweisen. Dazu wird in einem Versuch einem „Mutterbaum“ eine radioaktive Nährlösung injiziert. Nach wenigen Tagen kann man dann diese Radioaktivität auch in Jungbäumen die in unmittelbarer nähe wachsen nachweisen. Das bedeutet also die Bäume oder zumindest manche – ernähren sich gegenseitig – also keine Konkurrenz sondern Unterstützung!

Jetzt aber zurück zu der eingangs formulierten Frage nach dem Holzzuwachs. Hier kommt uns wieder die Wissenschaft oder besser aktuelle technische Möglichkeiten zur Hilfe. Es gibt heute sogenannte 3D Laserscanner, mit diesen kann man nicht nur z.B. historische Gebäude vermessen, sondern auch ein ganzes Waldstück. Jetzt ist nur die Herausforderung, zwei möglichst vergleichbare Waldstücke zu finden.

Und genau das hat man getan! Das eine Waldstück in einem Naturwald im Stadtwald von Lübeck und das andere in einem angrenzenden Forstwald. Durch das 3D Modell welches mit dem Laserscanner erstellt wurde kann man nicht nur die Höher der Bäume, sondern auch deren Stammdurchmesser vergleichen. Und tatsächlich die Buchen im Naturwald waren nicht nur höher sondern hatte auch noch einen größeren Stammdurchmesser! - Also mehr Holzzuwachs. Und das obwohl in dem Naturwald die Buchen „viel zu eng“ beieinander stehen als es die Forstwirtschaft für gut erachten würde. Und noch etwas, die viel älteren Bäume sind nicht etwa krank wie wir es oft auf Kahlschlägen und Windwürfen in unseren Wäldern sehen können, nein – diese viel älteren Bäume sind gesund!

Wer das nicht glauben kann – es gibt dazu eine wie ich finde faszinierende Dokumentation des öffentlich rechtlichen Fernsehen – diese Dokumentation kann auf YouTube unter folgendem Link angesehen werden: „Unser Wald- Zoff im deutschen Forst“ vom NDR https://youtu.be/AFFZpcWs3jo?list=PL_TJ0N9PAYfNs07XRVgfYoemcCkOHbP4o

 

Ende Februar kam er dann doch noch - der Schnee, und danach fast zwei Wochen klirrende Kälte, nachts bis minus 15 Grad! Ich hatte die Hoffnung auf Bilder des Buchenwaldes im Schnee fast schon aufgegeben. Umso größer war die Freude "meinem" Buchenwald zu besuchen und die herrliche Winterstimmung zu genießen.

Schnee auf den Jungbuchen
Schnee auf den Jungbuchen
Schnee im Buchenwald
Schnee im Buchenwald
Schnee in den Kronen
Schnee in den Kronen

 

 

 

 

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Für unsere häufigste Laubholzart

Für mich galt Buchenholz immer als wertvolles Hartholz aus heimischen Wäldern, und ist es immer noch. Und für mich war klar, dass Möbel oder Parkett aus Buche teuer sein müssen, weil es sicherlich einen hohen Rohstoffpreis hat. Mit Rohstoffpreis meine ich den Preis den ein Sägewerk bezahlen muss.

Frisch geschlagene Buchenstämme
Frisch "geschlagene" Buchenstämme

Tatsächlich musste ich aber lernen, dass Buchenholz das billigste Holz unserer Wälder ist, nicht nur deswegen, sondern auch wegen seines hohen Brennwertes, wird es gern als Brennholz verwendet! Also stellte sich mir die Frage warum sind Möbel oder Parkett aus Buchenholz vergleichsweise „teuer“?

Das liegt ganz einfach an der aufwendigen Verarbeitung des Holzes in den Sägewerken. Buchenholz hat nämlich die Eigenschaft sich beim Trocknen zu verziehen. Daher muss es besonders vorsichtig getrocknet werden. Aber auch dann kann man das Holz nicht zu großen Brettern verarbeiten, sondern um ein maßhaltiges Brett zu erhalten muss es zu kleinen Teilen zersägt werden, um dann wieder zu einem Brett verleimt zu werden! Daher gibt es in Deutschland verhältnismäßig wenig Sägewerke die Buchenholzbretter herstellen. Dabei gibt es doch so vielfältige Möglichkeiten des Einsatzes für Buchenholz: Tische, Stühle, Küchenmöbel (Arbeitsplatte), Parkett und schöne Holztreppen…..

Küchenschrank aus Buche
Küchenschrank aus Buche

 

Warum werbe ich hier für Buchenholz zur Möbelherstellung?

Uns Verbrauchern wurde Jahrelang eingeredet: „Mit Holz heizen ist nachhaltig weil CO2 neutral und daher umweltfreundlich!“ Der Satz stimmt so nicht – das weiß eigentlich jeder Schüler. Denn wenn man Holz verbrennt wird das CO2 wieder in die Luft freigesetzt – und genau das wollten wir doch vermeiden! Logische Schlussfolgerung: Wenn wir Holz nachhaltig nutzen wollen müssen wir es zu Möbeln verarbeiten und möglichst so lange nützen wie es zum wachsen in unseren Wäldern benötigt hat! Und das tolle daran, selbst aus altem Holz kann man z.B. antike Möbel herstellen. Und wenn es dann eines Tages nicht mehr zu verwenden ist , dann könnten wir es verbrennen! - So muss man Holz nützen wenn es nachhaltig sein soll. Genauso ist es nachhaltig wenn man Holz zum Bau von Häusern verwendet – denn die Balken im Dachstuhl werden meist länger als 100 Jahre dort verbleiben.

Daher braucht niemand ein schlechtes Gewissen zu haben wenn er sich Möbel aus heimischen Buchenholz kauft, ganz im Gegenteil, ökologischer geht es fast gar nicht. Vielleicht ist Ihre nächste Küche aus massivem Buchenholz?

"Buchenholz ist viel zu schade um es zu verbrennen!"

 

Wie kann man Post vom Goldsteig erhalen?

Ein Mitarbeiter des Goldsteig Teams, das für den Tourismusverband Ostbayern e.V. arbeitet hat meine Goldsteig Videoserie gesehen. Darüber sind wir in Kontakt gekommen und haben uns immer wieder E-Mails über das Wandern und den Goldsteig geschrieben.

Als Dankeschön für meine Videos hat mir jetzt das Goldsteig Team ein "Päckle" gesendet, mit vielen schönen Informationen, Stickern und einem Goldsteig Schild. Das möchte ich gern zum Anlass nehmen Dank auszusprechen - ich denke auch stellvertretend für andere Wanderer:

Das offizielle Goldsteig Schild
Das offizielle Goldsteig Schild

Danke!

Ganz besonders möchte ich mich noch beim Goldsteig Team und allen Mitwirkenden bedanken, die so einen wunderbaren Weg möglich machen. Dazu gehören auch Waldbesitzer, Landwirte und Gastwirte die z.B. auch am Wochenende früh aufstehen damit wir Wandere unser Frühstück bekommen – oder auch Wanderer abholen wenn sie es mal nicht bis zum Ziel schaffen. Ganz besonders freut mich die neue Verbindung des grenzenlosen Wanderns nach Tschechien in den Sumava (Böhmischer Wald).

Meine Vision

So eine Verbindung fände ich auch ganz besonders schön vom Schwarzwald Westweg aus in die Vogesen.

Wandern verbindet – über Landesgrenzen und Altersgrenzen hinweg!

 

Offiziellen Website des Goldsteigs: http://goldsteig-wandern.de

Zum "unboxing und Dankesvideo"

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Rückblick auf meine Goldsteigtour 2017

"Visit Bavaria"

Nach meinen 15 Videos über den Goldsteig wurde ich gefragt, ob er mir denn gefallen hat, der Goldsteig. Wenn das durch meine Videos noch nicht zum Ausdruck gekommen ist, möchte ich das gern auch noch „schriftlich“ festhalten: Es war eine sehr, sehr schöne Wanderung!

Ganz besonders kann ich Bayern nur empfehlen: Die Menschen sind freundlich und nett. Und die Gasthauskultur ist für mich immer ein Erlebnis. Man kann also sagen, nicht nur gut wandern, sondern auch gut essen, gehört für mich zum Wandern. Und da gibt es in Bayern fast immer eine gute Küche. Und wo wird man im Gasthaus noch mit „Habe die Ehre“ begrüßt?

Überhaupt sind die Menschen kontaktfreudig. Ich erinnere mich noch an ein Gespräch mit einem jungen Bayern (ich schätze so an die 30 Jahre alt). Ich laufe an einer Schutzhütte vorbei und er grüßt mich freundlich, springt auf und steht sogleich neben mir. Das Ergebnis, wir haben uns, ich schätze 2 Stunden lang, unterhalten über Gott und die Welt. Es war ein richtig klasse Austausch zu den Themen Natur, Land-, Forstwirtschaft, Umweltschutz und Technik. Ich denke, wir haben beide dabei etwas vom anderen gelernt – es war für mich ein ganz besonderes Erlebnis.

Goldsteig bei Breitenberg
Goldsteig bei Breitenberg

Zum Wanderweg:

Die Ausschilderung ist fast durchgängig gut. Mit der Wegführung hat man sich große Mühe gegeben und große Teile führen auf kleinen Pfaden. Die Landschaft ist abwechslungsreich, denn man wandert durchaus nicht nur durch Wald wie man meinen könnte – Oberpfälzer, - Bayerischer, - Böhmerwald, sondern immer wieder auch über Wiesen und Felder, an Bächen entlang und durch schöne Ortschaften. Es gibt immer wieder schöne Aussichten. Ja auf einer Tour sogar an einem Tag „6 Tausender“ – Berge! Und die Bäche führen fast ausnahmslos glasklares Wasser, so dass man oft sogar Forellen darin schwimmen sehen kann. Eines der schönsten Erlebnisse sind die Bergübernachtungen, wie auf dem Großen Arber, der Falkenstein Hütte oder dem Lusen Schutzhaus.

Zu den Unterkünften:

Es gibt genügend günstige Unterkünfte. Ein Tipp: oft ist es schwierig, die Wirte telefonisch zu erreichen. Hier ist es einfacher, beim Fremdenverkehrsamt der Gemeinde anzufragen. Die helfen sicher gern weiter bei der Suche nach einer geeigneten Unterkunft.

Ich hoffe, ich habe Euch neugierig gemacht? Am besten einfach selbst einmal erkunden – ich denke es lohnt sich. Auch wenn man nicht mit dem Auto anreisen möchte – kein Problem – die wichtigen Ausgangspunkte sind mit Bahn oder Bus erreichbar.

Zu meinen beiden Wanderwochen habe ich je eine Playlist auf Youtube erstellt:

Oberviechtach bis Bayerisch Eisenstein

Bayerisch Eisenstein bis Passau

Post vom Goldsteig

Ein Buchenwald im laufe eines Jahres

Januar 2018

Meinen ersten Besuch im Buchenwald hatte ich an einem schneereichen Tag im Winter geplant. Doch es kam jetzt ganz anderst. Am 3. Januar erreichte den kleinen Buchenwald der Wintersturm Burglind und hat ca. 1/5 der Buchen in "meinem" kleinen Buchenwald umgeworfen.

Ich wollte eigentlich hauptsächlich schöne Bilder von dem Buchenwald zeigen so wie ich Ihn noch letztes Jahr erleben konnte. Aber jetzt stellt sich mir eine ganz neue, unerwartete Situation. Ich denke man muss das positiv sehen, denn der Windurf gibt die Möglichkeit, ja zwingt mich sogar, auch Überlegungen und Fragen zum Klimawandel in Verbindung mit der Forstwirtschaft anzustellen. Vielleicht gelingt es mir dazu auch den Revierförster zu befragen?

Windwurf durch Burglind
3. Januar 2018 Windwurf durch Burglind

 

Update am 21.01.2018 - Sturm Friederike

Der Sturm Friederike hat keine neuen Schäden hinterlassen. Der 2. große Wintersturm hat hauptsächlich in Mittel- und Norddeutschland gewütet. Die vom Sturm Burglind umgeworfenen Bäume sind noch nicht abgeräumt. Wohl aber wurde ein angrenzendes Waldstück durchforstet. Das entnehmen von Holzstämmen ist diesen Winter wegen der durchnässten Böden besonders schwierig, sodass die Maschinen beim Holzrücken bzw. dem Abtransport tiefe Spuren hinterlassen. Man hat aber auch Stämme mit einer Seilwinde von der Forststrasse aus aus dem Wald gezogen.

 

 

Mein Waldprojekt 2018

Bei der Suche nach einem geeigneten Waldprojekt für meinen YouTube Kanal „Wald & Outdoor“ bin ich auf die Idee gekommen eine kleine Videoreihe über ein Jahr zum Thema „Ein Buchenwald im laufe eines Jahres“ zu erstellen. Ich möchte dazu ca. 4 Videos – für jede Jahreszeit erstellen.

Buchen im Winter
Buchen im Winter

Dazu habe ich mir in unserem „Stadtwald“ am Rand des Schönbuchs ein kleines Wäldchen in dem besonders auch Buchen vorkommen gesucht – und auch gefunden. Geplant habe ich dazu meinen ausgewählten Buchenwald jeden Monat einmal aufzusuchen und zu dokumentieren was sich verändert. Mein anliegen ist es die Schönheit des Waldes im laufe des Jahres darstellen. Betrachtungen möchte ich dabei auch aus Sicht des Natur- und Umweltschutzes aber auch unter Einbeziehung der Holzwirtschaft anstellen. Dabei ist es mir wichtig keine Gräben zwischen Holzwirtschaft – also der Nutzung unseres heimischen Holzes und dem Naturschutz zu schaffen – sondern soweit es mir möglich ist, zu vermitteln und Lösungsvorschläge zu machen. Dazu soll mir exemplarisch mein „Buchenwäldchen“ (und das ist es ja wenn man es mit den doch recht großen Waldflächen in Deutschland vergleicht) dienen.

Fragen an den Buchenwald“

Bei meinen vielen (Fern-)Wandungen durch Schwarzwald, Bayerischer Wald aber auch durch „meinen“ heimischen Schönbuch begann ich mich immer mehr für Bäume zu interessieren. Schon seit meiner Kindheit beschäftige ich mich mit dem Naturschutz – und daher mache ich mir bei meine Wanderungen auch immer wieder Gedanken zum Zustand des Waldes. Wo ist eigentlich das Waldsterben geblieben? Warum ist hier ein Kahlschlag – Sturmschaden oder ein „Forstwirtschaftlicher“ Kahlschlag? Die (vielen) Rückegassen in den Wäldern schaden diese dem Ökosystem Wald? Der Einsatz von Harvestern – eine Gefahr für den Wald? Die Borkenkäfer Plage vor allem im Fichtenwald – hausgemacht oder eine folge des Klimawandels? Auch die Sturmschäden z.B. aktuell durch Burglind – eine Naturkatastrophe oder nicht auch eine Folge „mangelhafter“ Forstwirtschaft? Wie viel Holz haben wir in unseren deutschen Wälder tatsächlich – wird es mehr oder weniger?

Man sieht, es gibt jede Menge, wie ich finde für jeden Natur interessierten „brennende“, Fragen die ich zumindest für mich beantworten möchte.

Mammutbaume oder Wellingtonien
Mammutbäume oder Wellingtonien (Sequoiadendron giganteum) am Rand des Buchenwaldes

 

Weitere Beiträge:

Sturmschäden durch Burglind

Winter im Buchenwald

Buche als Möbelholz

 

Von Hauzenberg nach Passau

Nach den Erfahrungen mit dem Sturmholz der Vortage und den Warnungen von Einheimischen, aber auch wegen den Schmerzen an meinem linken Knie beschließen wir am letzten Tag schon früh um 7 Uhr mit dem Bus nach Passau zu fahren.

Sonnenaufgang bei Hauzenberg

Auf der Busfahrt sehen wir in fast allen Waldstücken Sturmschäden und schon jeder Menge "aufgeräumtes" und gestapeltes Sturmholz. Es war also in jedem Fall gut die Etappe auszusetzen, vor allem da die Etappe mit 23 km nicht gerade kurz ist und unser Zug von Passau schon um 14:23 abfährt. Wir haben eine schöne, neblige Herbststimmung und während der Busfahrt sehen wir die Sonne im Dunst des Nebels aufgehen.

Veste Oberhaus

Als wir in Passau ankommen ist es noch sehr nebelig und wir haben die Altstadt fast für uns. Wir erleben wie die Stadt langsam erwacht. Gegen 9 Uhr gönnen wir uns ein zweites Frühstück, danach kommt langsam die Sonne durch und die Stadt füllt sich immer mehr mit Touristen. Wir beschließen dann noch einen kleinen Ausflug hinauf auf die Veste Oberhaus zu machen. Von hier oben hat man einen Wunderschönen Ausblick auf die historischen Gebäude der Altstadtinsel.

Altstadt von Passau

 

Dann wird es auch schon Zeit zum Bahnhof zu gehen. Auf der Heimreise haben wir endlich mal wieder Glück und alle Züge sind pünktlich.

Eine wunderschöne und erlebnisreiche Wanderwoche geht zu Ende. Auf mich wartet jetzt die nächsten Wochen viel Arbeit beim Videoschnitt. Aber auch darauf freue ich mich schon...

 

Von Breitenberg nach Hauzenberg

27,5 km / 8 Std., 880m Aufstieg, 1030m Absteig

Wir haben uns am Abend zuvor mit Komoot eine alternative Radroute berechnen lassen, in der Hoffnung, dass die größeren Wege vom Sturmholz schon befreit sind.
Da die Radroute und der Goldsteig sich öfter schneiden, beschließen wir trotzdem auf dem Goldsteig zu starten. Es zeigt sich aber wieder, dass in jedem Waldstück Sturmschäden vorhanden sind. Und so wechseln wir bald auf die Radroute. Aber auch die größeren Wege sind nicht alle frei und wir müssen auf die Straße ausweichen. Zu allem Übel schmerzt mein linkes Knie so stark, dass ich nur noch langsam laufen kann. So schaffen wir keine 22 km, daher beschließen wir in Sonnen die Tour abzubrechen und mit dem Bus bis Hauzenberg zu fahren. Vorher haben wir aber noch Zeit eine Mittagspause einzulegen. Gegen 14:30 sind wir dann in Hauzenberg. Als wir in unser Hotelzimmer einchecken wollen ist dieses noch nicht hergerichtet und wir müssen bis 16:15 warten. Also nützen wir die Zeit für einen kleinen Stadtrundgang und eine Kaffeepause. Der Nachmittag geht schnell vorüber und wir wollen früh zu Bett, denn unser Bus am Samstag Morgen nach Passau  geht schon um 7:05.

Landschaft bei Breitenberg

 

Uriges Holzhaus

Hallo liebe Wanderer und Naturfreunde,

ich bin gestern (30.9.2017) vom Goldsteig zurück gekehrt und möchte hier einen kurzen Lagebericht zum Wegezustand nach dem Sturm Ende August abgeben.

Goldsteig Nordroute von Bayerisch Eisenstein nach Passau:

Die Wege im Nationalpark waren vom Sturm im August praktisch nicht beeinflusst. (Wohl natürlich frühere Sturmschäden.)

Sturmschäden Goldsteig September 2017

 

Lichtung durch Sturmschäden

Betroffen sind vom Sturm im August folgende Etappen:

Phillipsreut nach Haidmühle (Umleitung ist ausgeschildert E6 - soll aber auch Sturmschäden haben.) Wir sind den normalen Goldsteig Weg gelaufen, mußten aber oft ausweichen. Waldwege sind teilweise von den scheren Vollerntern (Harvester) beschädigt.

Haidmühle nach Breitenberg

Achtung gegen Ende vor Übergang Grenze Österrreich /Deutschland liegt sehr viel Sturmholz und die Brücke ist schwer beschädigt und nicht begehbar. Ich empfehle vorher (Einsiedel) auf die Straße auszuweichen - und ggf. sich abholen zu lassen.

Breitenberg nach Hauzenberg

Wir sind nur bis Sonnen gelaufen und haben dann die Tour wegen der vielen Strurmschäden abgebrochen! Wir haben auch versucht über einen selbst gerouteten Radweg  (größere Wege) durchzukommen, auch das ging nicht. Blieb also nur noch Straße!

Hauzenberg nach Passau

Diese Tour haben wir wegen Warnung Einheimischer ausgelassen.

Bei unserer Busfahrt nach Passau haben wir im Wald jede menge Sturmschäden gesehen!

Es gibt noch viele Absperrungen! Diese sollten auch beachtet werden, da auch die Forstarbeiten zum Aufräumen im Gange sind. Achtung Lebensgefahr.

Ich hoffe das hilft Euch weiter die Lage einzuschätzen bzw. Eure Tour zu planen.

Auch nächstes Frühjahr würde ich mich nochmals nach den Wegen erkundigen bevor ich eine Tour starten würde.

Schäden durch Vollernter (Harvester)

 

Schäden durch schwere Maschinen