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Goldsteig Tag6

Bei Dauerregen über den Kaitersberg

11 km / 4:00 Std, 720 m Aufstieg / 420 m Abstieg

Ich bin heute um kurz nach 9 Uhr bei Dauerregen gestartet. Die Tour ging von Schönbuchen über 11 km nach Eck. Es waren 720 Höhenmeter auf einer anspruchsvollen und abwechslungsreichen Strecke zu laufen. Mit meinen Stopps zum Filmen und Fotografieren war ich 5 Stunden zu Fuß unterwegs. Nach 2,5 Stunden Aufstieg bei teilweise starkem Regen und Windböen erreichte ich die Kötztinger Hütte. Dort gab es erst mal eine warme Suppe. Meine Hoffnung war das wie gemeldet um 14 Uhr der Regen aufhört und die Sonne durchkommt. Leider verschob die Wettervorhersage das Regenende auf 15 Uhr. Also beschloss ich bei immer noch starkem Regen bis zum Tagesziel Eck durchzulaufen. Der Weg stellte sich als sehr anspruchsvoll heraus. Zusätzlich habe ich mich dann noch verlaufen und musste teilweise auf allen vieren durch Felsspalten klettern.
Fast vollständig durchnässt kam ich um 15 Uhr am Berggasthof Eck an. Das war eine abenteuerliche Tour bei der ich gelernt habe was ich an meiner Ausrüstung für Starkregen noch verbessern muss.

Das Video auf meinem YouTube Kanal:

Goldsteig Tag5

Über den Hohenbogen

21 km / 6:30 Std, 830 m Aufstieg / 690 m Abstieg

Von Furth im Wald nach Schönbuchen
Die Wettervorhersage war nicht so optimal und es sollte schon ab 14:00 Uhr Gewitter geben. Daher war der Plan früh loszulaufen und noch vor Beginn der Gewitter am Tour Ziel anzukommen.
Heute Morgen um 8:30 Uhr zum Tourstart war das Wetter noch windig recht kühl und der Himmel bedeckt. erst nach 1 Stunde Gehzeit kam langsam die Sonne durch den Dunst. Dann war auch schon der Sendeturm auf dem Burgstall in der Ferne zu sehen. Jetzt kam der recht lange und steile Anstieg zum Burgstall. Im Bergwald gab es große alte Fichten und Buchen und ich konnte sogar den Waldlaubsänger singen hören. Schon vor dem Gipfel gab es wieder Sonnenschein aber leider noch Dunst in der Ferne. Nach dem Gipfelfoto ging es weiter.
Vom Gipfelkreuz auf dem Burgstall war es noch ein ganzes Stück bis zur Diensthütte hohen Bogen. Die Gaststätte hatte sogar geöffnet und so konnte ich ein kleines Mittagessen mit Kartoffelpuffer und Apfelmus bestellen. Nach der Mittagspause kam ein recht langer Abstieg, durch den schönen Bergwald, zum Teil auch auf steinigen Wegen.

Gipfelkreuz
Bauernhaus

Das Video zum Tag auf meinem YouTube Kanal:

Goldsteig Tag4
Felsige Pfade und ein schöner Rundblick

Von Herzogau nach Furth im Wald

17,5 km / 5:30 Std, 500 m Aufstieg / 770 m Abstieg

Heute war die erste Mittelgebirges Etappe. Heute Morgen gegen 7 Uhr setze der lang ersehnte Regen ein. Bei meinem Start um kurz vor 9 hatte der Regen bereits wieder nachgelassen. Insgesamt musste ich heute ca. 2 Stunden im Regen laufen.
Die Tour war aber trotzdem sehr schön zu laufen nach der Trockenheit der letzten Tage. Höhepunkte waren der Aussichtsturm auf dem Klammerfelsen und der Kreuzfelsen. Heute gab es auch einige schöne Berghütten, die leider alle geschlossen hatten. Am Nachmittag kam dann die Sonne wieder raus und ich hatte einen schönen Abstieg bis Furth im Wald.

Kreuzfelsen
Bergwachthütte

Das Video zum Tag auf meinem YouTube Kanal:

Goldsteig Tag3

Meine Königsetappe über 30 km und am Ende ein Kreuzweg

30,5 km / 10:00 Std, 720 m Aufstieg / 580 m Abstieg

Heute ging es von Bauhof erst bergab zur Schwarzach. Dann entlang des kleinen Flüsschen immer wieder durch Wald und über Felder und Wiesen. Es gab Teiche zu entdecken. Der Weg führt über kleine Ortschaften und Bauernhöfe, hierbei wurde ich von einem Hofhund gestellt. Dieser hatte wohl Angst vor meinem Stativ. Wieder zum Tourende kammen zwei heftige Anstiege. Der Letzte Anstieg war ein Kreuzweg dieser endete kurz vor meinem Quartier in Herzogau.

Kapelle bei Herzogau

Das Video zum Tag auf meinem YouTube Kanal:

Goldsteig Tag2
Das schönste kommt zum Schluss

Von Oberviechtach nach Bauhof

25,5 km / 7:45 Std, 750 m Aufstieg / 720 m Abstieg

Heute Morgen bin ich um 6 Uhr 45 gestartet. 25 km und 720 Höhenmeter waren zu bewältigen. Die Stecke war sehr abwechslungsreich, Wald wechselte sich mit Feldern und Wiesen ab. Mit dem Kulzer Moos war auch ein Moor mit dabei. Das schönste kam aber zum Ende hin. Die Steinerne Wand war sehr interessant. Direkt nach der Burg Schwarzenberg geht der Weg durch einen Bannwald. Kurz vor 16 Uhr war ich am Hotel. Die Kleider sind bereits gewaschen. Jetzt ist Ausruhen und Energiespeicher auffüllen angesagt. Morgen wird es ja noch etwas anstrengender.

Schmetterling

 

Steinerne Wand

Das Video zum Tag auf meinem YouTube Kanal:

2

Anfahrt vom Goldberg zum Goldsteig
Tourstart mit Hindernis.

Nachdem ich schon vor zwei Wochen mein Bahnticket gekauft hatte, habe ich gestern erfahren, dass die Bahnstrecke nach einem entgleisten Güterzug unterbrochen ist. Also musste ich Gestern nochmals ein Bahnticket für den IC nach Nürnberg lösen. Ab Nürnberg konnte ich dann mit meinem bereits gekauften Ticket weiter nach Weiden fahren. Von Weiden ging es dann nach einer kurzen Stadtbesichtigung weiter nach Oberviechtach.
Ich hatte Glück hier noch ein Zimmer zu bekommen, denn es finden in Oberviechtach gerade die Dr. Eisenbarth Festspiele statt. Ich hoffe ich habe trotzdem eine ruhige Nacht da mein Zimmer direkt am Marktplatz ist.

 

Das Video zum Tag auf meinem YouTube Kanal:

Packliste Goldsteig 2017

Ich schreibe für mich immer eine Packliste damit ich möglichst nichts vergesse. Da dachte ich mir, dass könnte ich doch veröffentlichen. Vielleicht passt sie ja für andere oder zumindest als Anregung.

Anforderung 1 Woche wandern Inland, übernachten in Gasthöfen, Berghütte

1 Rucksack 40 Liter Tatonka Lyid, incl. Regenhülle
1 Feste Wanderstiefel Kat. B von Meindl
1 Sitzmatte - ultraleicht
Kleidung:
2 Wanderhose, 1 mal mit Zipp Funktion – für den Sommer leichte Variante – atmungsaktiv
2 paar Wandersocken (Wechseln auch unter Tage)
1 Paar Socken für abends
1 Paar Badeschlappen für abends – besonders leicht
2 Unterhose
1 Kurzarmwanderhemd
1 Langarmwanderhemd bei warmen Wetter auch kurzarm (Wird nach Wettervorhersage kurzfristig entschieden)
1 Kurzarm Funktionsshirt für abends
1 ev. langarm Shirt für Abends
1 Baumwoll- T-Shirt als Schlafanzug
Hygiene:
1 Zahnbürste
1 Zahnseide
1 Zahncreme
1 Waschlotion „Smart Wash“ für Kleidung, Körper, Haare
1 Hirschtalg für die Füße
1 Sonnencreme
30 Taschentücher
1 Sonnenhut
1 Kamm
Regenschutz:
1 Funktions- Regenjacke
1 Gamaschen für Regentage
1 Regenhose (atmungsaktiv) – war bei 1. Tour nicht mit dabei
1 Regenschirm - leicht
Nahrung: (Zusatz, Notnahrung für unterwegs)
2 100g Dinkelkekse
500g Nüsse : Walnuss, Erdnuss, Chesew
6 Müsliriegel 50/60g Seitenbacher
1 Trinkflasche Edelstahl 1l
1 Trinkflasche Edelstahl 0,5l
1 Plastikbecher
1 ein kleines Stück Ingwer
Videoausrüstung:
 1 Outdoor Kamera Lumix FT-5
 1 Ersatzakku
4 SD Karte 32 GB - 90 MB/s
1 Stativ – Hama Traveller
1 Kleine Fototasche
1 Power Bank 2000 mAh – (wurde nicht benötigt)
1 Ladegerät Kamera
1 Ladegerät Handy
Sonstiges:
1 Wanderführer Goldsteig – Rother
1 Personalausweis
1 EC Karte
1 Gesundheitskarte
1 Liste Unterkünfte und Wegeplan
1 Handy mit Navigation Komoot
1 Stirnlampe zum filmen im dunkeln (optional – wurde nicht benötigt)
1 Stativhalterung für Handy (wurde nicht benötigt)
1 Abfall Plastiktüte
1 Nähzeug: Nadel, Sicherheitsnadel, Zwirn
1 Schweizer Taschenmesser
3m Wäscheleine
4 Wäscheklammer
1 Erste Hilfe Mini Set
1 Desinfektionsspray (Habe ich auch für Mücken-, Bremsenstich und meinen Zeckenbiss verwendet.)
1 Sonnenbrille (wurde nicht benötigt)
zusätzlich für Berghütte:
 1 kleiner Waschlappen (Outdoor)
 1 Handtuch (Outdoor)
1 Herbergsschlafsack, Hüttenschlafsack (Inlett)
101 Teile Gewicht mit Stativ und 1,5 Liter Wasser ca. 11,5 kg

Das Video zu meiner Ausrüstung die ich auf dem Goldsteig verwendet habe auf meinem YouTube Kanal:

6

Erster Abschnitt des Goldsteig 2017

 

Nur noch wenige Tage bis zum Start meines ersten Abschnitts, der mich über 7 Tage entlang des Goldsteigs führen wird. Ich habe den Nordweg gewählt – in der Hoffnung hier die „wildeste Natur“ zu finden.

Ich freue mich schon riesig auf Bayern. Zuletzt war ich im Bayrischen Wald als kleines Kind auf einem Bauernhof am Regen. Daran habe ich noch sehr schöne Erinnerungen.

Unten findet Ihr den Etappen Plan. Die ersten zwei Tage werden wahrscheinlich die härtesten. Gleich am ersten Wandertag 25 km. Dann am zweiten Tag noch weiter, über 30 km. Ich habe schon etwas bedenken wie ich das überstehen werde.

 

Tag 1 Oberviechtach Bauhof 25,5
Tag 2 Bauhof Herzogau 30,5
Tag 3 Herzogau Furth im Wald 17,5
Tag 4 Furth im Wald Schönbuchen 21
Tag 5 Schönbuchen Eck 11
Tag 6 Eck Arberschutzhaus 16,5
Tag 7 Arberschutzhaus Bayerisch Eisenstein 12,5

Wird der Wald durch Holzvollernter geschädigt?

Mit "schwere Maschinen" meine ich Harvester und Vorwarder das sind sogenannte Holzvollernter. Mit dem Harvester werden die Bäume geerntet und mit dem Vorwarder wird das Holz bis zum nächsten LKW weitertransportiet. Diese Maschinen wiegen bis zu 60 Tonnen.

Vorweg muss ich, denke ich, damit keine Missverständnisse entstehen, einige Dinge sagen. Ich bin kein Forstfachmann und habe mir im Wald und über Bücher selbst meine Meinung gebildet. Mit meinen Aussagen möchte ich keinesfalls Forstwirte beschuldigen. Die Arbeit im Wald ist einer der härtesten und gefährlichsten Berufe, die es gibt. Und es ist eine technische Errungenschaft mit Holzvollerntern die Arbeiter vor umstürzenden Bäumen zu schützen. Mir ist auch klar, dass die Forstwirtschaft unter einem ökonomischen Druck steht – will heißen sie muss versuchen die Holzpreise niedrig zu halten damit das einheimische Holz auch gekauft wird. Sonst wird Holz noch mehr importiert, was ökologisch unsinnig ist. Was ich dabei allerdings nicht verstehe, das dabei scheinbar Marktwirtschaftliche Mechanismen teilweise außer Kraft gesetzt werden. Ich sage das weil mir ein langjähriger Holzkunde der jedes Jahr sein Holz direkt vom Forstrevier kauft und auch selbst im Wald dann sein Brennholz gewinnt, versichert hat: Das Brennholz für Ihn seit vielen Jahren immer gleich viel kostet. Da frage ich mich, wie kann das bei der seit Jahren stark ansteigenden Nachfrage sein?

Aber jetzt endlich zum Thema:

Ich war 2016 über 1000 km im Wald zu Fuß unterwegs. Einen Großteil der Strecke habe ich mit Foto/Videokamera zurückgelegt. Auf der Suche nach interessanten Motiven für meine Videos habe ich auch einen Eindruck vom Zustand des Waldes bekommen. Das „Auge“ lernt gewissermaßen immer besser den Wald zu lesen. Die Unterschiede der verschiedenen Wälder wahrzunehmen. Auffällig ist es dann, wenn ein Wald besonders viele verschiedene Blütenpflanzen, Baumarten und Vogelarten aufweist – oder im Gegenteil wenn ein Wald eher wie eine Monokultur wirkt. Ich möchte fast sagen das manche Wälder für mich wirken wie ein Feld mit Bäumen. Ich nennen das dann abfällig „Stangenwald“.

Bei meinen Wanderungen sind mir immer wieder sogenannte Maschinenwege aufgefallen. Besonders dann, wenn ein Wanderweg als Maschinenweg verwendet wurde. Maschinenwege oder auch Rückegassen werden von Forstarbeitern als Zu- Abfahrtswege zum Ernten und zum Abtransport des geernteten Holzes verwendet. Ein Laufen auf solchen Wegen kann für Wanderer sehr beschwerlich sein, besonders wenn die Fahrspuren der schweren Maschinen Knie tief sind. Diese durch den Regen aufgeweicht sind, oder sogar mit Wasser gefüllt sind.

Bild: Hier waren schwere Maschinen auf einem Waldweg unterwegs. Die Spuren sind 30-40 cm tief

Aber um die Wanderer soll es mir in diesem Artikel nicht gehen. Viel mehr soll es um die Auswirkungen auf das Ökosystem Wald gehen. Durch Wissenschaftliche Untersuchungen hat man herausgefunden, welche wichtigen Funktionen die Wurzeln der Bäume haben. Nicht nur für die Zufuhr von Wasser und Nährstoffen aus dem Boden. Sondern auch für den Nährstoffaustausch mit Pilzen – ja auch Pilze versorgen Bäume mit Nährstoffe in einer Art Symbiose – das bedeutet auch die Pilze werden meist im Gegenzug mit Nährstoffen versorgt. Man hat auch herausgefunden, dass Bäume über Pilze miteinander Kommunizieren. Bäume speichern in den Wurzeln Informationen. So können alte Bäume Informationen an junge Bäume weitergeben über Trockenheit, Schädlinge… Dieser Kommunikationsweg ist wahrscheinlich für die Waldgemeinschaft der Bäume im Laufe Ihres langen Lebens sehr wichtig.

Bild: Pilzgeflecht im Waldboden

Vielleicht kann man sich aus meinen Schilderungen besser vorstellen wie schädlich es für die Bäume sein kann, wenn diese Verbindungswege durch schwere Maschinen im Wald unterbrochen werden. Und ich habe des öfteren Waldstücke gefunden in denen es schätzungsweise alle 20 – 40 Meter eine Maschinenstraße gibt. Mir tur es in der Seele weh wenn ich sehe wie der Wald nach so einem Maschineneinsatz aussieht. Das schlimme an den Fahrspuren der Maschinen ist, dass diese sehr lange Zeit (Bis zur nächsten Eiszeit!) eine Verbindung der Bäume über diese Wege hinweg unmöglich macht. Die Erde ist so stark verdichtet, dass die feinen Wurzeln diese nicht durchdringen können. Wer sich das nicht vorstellen kann schaut sich einfach mal den Waldboden unter den Blättern an – dort sieht man unzählige feinste Geflechte von Pilz Myzel. Foto: Das die Erde in Fahrspuren verdichtet ist, zeigt auch das Wasser das oft selbst bei lang anhaltender Trockenheit noch darin steht.

Hier noch einige Zahlen zum Thema

In Deutschland wurden zwischen 2008 und 2016 - 916 Harvester und 1274 Vorwarder verkauft. Ein gebrauchter Harvester kann 400.000 EUR kosten. Da geht es um richtig viel Geld.

siehe: http://www.kwf-online.de/images/KWF/Presse/2017/06/KWF_Forstmaschinenstatistik_2016_Verkaufszahlen_Deutschland.jpg

Wie groß ist denn die Auswirkung in der Fläche? Dazu konnte ich tatsächlich Zahlen finden!

In deutschen Wäldern gibt es 635.000 km dieser Wege und sie sind ca. 4m breit, dass ergibt eine Fläche von 2.540 qKm. https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCckeweg

Damit man mit dieser Zahl etwas anfangen kann, diese Fläche entspricht in etwa der des Saarlandes ( 2.569 qKm ).

Ich denke so kann man sich besser vorstellen - da kann es sehr wohl Auswirkungen geben!

Wichtig zu wissen ist auch Harvester in der Größe wie sie heute bei uns im Wald eingesetzt werden gibt es erst seit dem Sturm Lothar im Dezember 1999 - dort gab es so viele Schäden, dass man sich wohl nur mit solchen Maschinen zu helfen wusste.

Das bedeutet wir haben bei uns noch nicht einmal 20 Jahre Erfahrungen mit den Auswirkungen der Maschinen auf unseren Waldboden und das ist im Naturkreislauf des Waldes eine sehr sehr kurze Zeit.

Vorher wurden dies Maschinen hauptsächlich in Skandinavien eingesetzt, dort ist aber der Boden im Winter meist gefroren und so kann das hohe Gewicht der Maschinen den Boden nicht schädigen.

Bei uns gibt es aber im Herbst und Winter nur sehr selten Bodenfrost!! Und da die Maschinen ja im Einsatz sein müssen, kann man verständlicherweise nicht auf Bodenfrost warten.

Zwei Dinge die ich persönlich in diesem Zusammenhang nicht verstehe:

1. Warum erlaubt man die Holzernte mit schweren Maschinen in einem Naturpark und auch in Natur-Landschaftsschutzgebieten? Hier will man doch (oder gibt zumindest vor) die Natur in Ihrem jetzigen Zustand auch für künftige Generationen erhalten.

2. Und warum arbeitet die Forstwirtschaft überhaupt mit solchen Maschinen wenn aller Erkenntnis nach der Wald dadurch auf lange Sicht zumindest schaden nimmt. Die Forstwirtschaft erhebt bei uns doch seit Jahrhunderten den Anspruch der Nachhaltigkeit!

Mir ist klar, dass man nicht von heute auf morgen wieder flächendeckend Pferde zur Holzernte einsetzten kann. Aber man könnte doch wenigstens in Schutzgebieten wieder nach und nach auf Pferde beim Holztransport setzten. Das würde doch sogar Arbeitsplätze schaffen. Vielleicht ist der Verbraucher ja sogar bereit mehr für sein Holz zu zahlen, wenn es aus einem Naturpark stammt und er dadurch einen Beitrag zum Naturschutz leistet.

Mein Vorschlag: „Gütesiegel Holz aus deutschem Naturpark“ -mit Pferden geerntet.

Weitere Lösungsansätze

Schwere Maschinen sind nicht gleich schwere Maschinen, man sollte definieren auf welchen Böden welches Gewicht von Holzerntemaschinen noch akzeptabel für den Boden ist. Am besten wäre eine Kennzeichnung nach „Bodenklassen“ für den praktischen Einsatz.

Dann stelle ich mir vor es sollte doch möglich sein leichtere Holzvollernter zu bauen.

Als Radfahrer möchte ich da gern ein Beispiel geben:

Sucht einfach mal einen gut sortierten Radhändler auf und lasst euch ein leichtes Fat-Bike zeigen – hier gibt es bereits Modelle mit unter 12 Kg Gewicht – einfach mal hochheben – man muss es selbst erlebt haben – was heute schon möglich ist. Das bedeutet Fahrzeuggewicht 12 Kg trägt einen Fahrer mit locker 80 Kg Gewicht! Mir ist klar, dass lässt sich nicht auf einen Holzvollernter übertragen, es soll nur zeigen es ist technisch noch viel mehr möglich.

Noch einen Vorschlag von mir – ich sollte es zum Patent anmelden:

Man stelle sich einen Holzvollernter mit Elektroantrieb vor. Das Problem beim Elektroantrieb wären die schweren Akkus. Diese könnte man doch auf einen Transporter, der auf einem entsprechend befahrbaren Waldweg steht, verlagern und den Holzvollernter mit einem Kabel versorgen! Ich bin mir sicher so könnte man das Gewicht gegenüber einem schweren Verbrennungsmotor mit Getriebe verringern. Gleichzeitig hätte man nicht die schädlichen Abgase und weniger Lärm im Wald.

Quellen:

http://www.waldkritik.de/

http://schuetzt-den-schoenbuch.de/wordpress/

https://www.bundesbuergerinitiative-waldschutz.de/

http://waldproblematik.de/

https://bi-gegen-die-waldzerstoerung.org/

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Holzvollernter

Bodenschäden:

www.ahabc.de/wie-schwere-forstmaschinen-das-leben-im-waldboden-veraendern/

https://www.waldwissen.net/technik/holzernte/boden/fva_bodenschaeden/index_DE

https://www.waldwissen.net/technik/holzernte/maschinen/lwf_harvester_naturnah/index_DE

Buch: Peter Wohlleben, Das geheime Leben der Bäume

Über die Wirkung von Bäumen

Fast jeder Wanderer oder Spaziergänger würde bestätigen:

Das Wohlbefinden im Wald ist spürbar. Das im Wald die Luft sauberer und Sauerstoffreicher ist, w
issen wir ja schon lange. Die Laubblätter und Nadeln der Bäume produzieren tagsüber Sauerstoff. Die riesige Oberfläche der Blätter wirken wie gigantische Staubfilter. Waldluft enthält 99 % weniger Staub als Stadtluft. Der Wald reguliert Luftfeuchtigkeit, Temperatur und ist ein Wasserspeicher. Aber da ist noch viel viel mehr. Woran liegt es, dass wir den Duft nach Harz im Nadelwald so angenehm empfinden?

Harz enthält sogenannte Terpene. Das sind Stoffe die von Pflanzen produziert werden. Man kennt heute über 8000 unterschiedliche Terpene!

Schon 2 x wöchentlich je eine halbe Stunde Aufenthalt im Wald fördert die Abwehrkräfte des menschlichen Körpers. Hilft unter anderem bei Bluthochdruck und Depressionen. Daran sollen auch die Terpene beteiligt sein. Terpene sollen sogar bei der Krebsvorsorge und Heilung helfen.

Immer mehr Ärzte und Wissenschaftler erkennen der Wald kann uns heilen.

Das haben z.B. auch Japaner erkannt. Dort gibt es das sogenannte „Waldbaden“ auf Rezept.

Nützt diese Quelle des Lebens!

Quellen:

Therapie unter Tannen (D17 / 3SAT)

Mensch und Baum - Das Geheimnis der Waldbäume vom Biologen Clemens G. Arvay