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Albsteig Etappe 9

Von Bad Urach zum Stahlecker Hof

20 km, 670 m im Aufstieg, 410 m im Abstieg

Für den Weg zur Ruine Hohenurach und zum Wasserfall nochmals zusätzlich 150 Höhenmeter

Highlights: Ruine Hohenurach, Rutschenfelsen, Uracher Wasserfall, Gestütshof St. Johann, Hohe Warte, Hofgut Übersberg, Eninger Weide

Heute ist Sonntag und ich starte um 8:30. In der Nacht hat es geregnet und es geht noch ein leichter Nieselregen nieder. Das Problem für die Tour heute ist der für den Nachmittag gemeldete Sturm. Daher beschließe ich die Etappe schneller durchzulaufen, damit ich vor dem Sturmmaximum am Ziel bin. Nachdem ich einige der bemerkenswert schönen historischen Gebäude von Urach aufgenommen habe, führt mich der Weg steil bergauf.

Rathaus von Bad Urach
Rathaus von Bad Urach

Trotz des Wetters entscheide ich mich den Abstecher zur Burgruine Hohenurach zu machen. Der Umweg von etwas mehr als 1 km hat sich aber wirklich gelohnt, denn die Aussicht dort oben und das alte Gemäuer sind wirklich spektakulär. Auf der Burg sind die ersten Sturmböen schon angekommen. Also mache ich mich sogleich wieder an den Abstieg und setze meinen Weg Richtung Uracher Wasserfall fort. Schon nach einem kurzen Wegstück erreiche ich die Wasserfallhütte und entdecke den, wegen der langen Trockenheit, kleinen Brühlbach, der den Uracher Wasserfall speist. Ich entscheide mich dem Wasserfallsteig nach unten zu folgen, um die herabstürzenden Wassermassen mit der Kamera festzuhalten.

Uracher Wasserfall
Uracher Wasserfall

Trotz des Niedrigwassers ist das herabstürzende Wasser ein toller Anblick. Mir gefällt vor allem das grüne Moosbett, das sich um den Wassefall gebildet hat. Man kann auch Ablagerungen von Kalk entdecken. Man kann sich direkt ins Bachbett stellen und sieht dann das Wasser direkt von oben herunterstützen. Schnell habe ich wieder den Albsteig erreicht und der Weg geht jetzt wieder steil bergan Richtung Rutschenfelsen. Der Rutschenfelsen hat seinen Namen von der Holzflößerei. Man hat hier früher das geschlagene Holz auf einer Holzrutsche „hinuntergerutscht“. Von hier hat mein einen guten Blick zur Ruine Hohenurach und sogar zurück zum Neuffen.

Blick vom Rutschenfelsen
Blick vom Rutschenfelsen

In der Zwischenzeit hat der Sturm jetzt tatsächlich Sturmstärke erreicht und ich beschließe daher meinen Weg schnell weiter fortzusetzen, denn ich weiß, dass noch ein größeres Stück Wald vor mir liegt. Die Gefahr durch herabstürzende Äste bei Sturm sollte man im Wald nicht unterschätzen. Nach dem Gestütshof St. Johann steigt der Weg nochmals an zum Aussichtsturm Hohe Warte des Schwäbischen Albvereins. Es ist ein wunderschöner Turm, der auf einer Waldlichtung steht. Aus dem weißen Putz ragen immer wieder Natursteine hervor. Ich meine es ist einer der schönsten Türme der Alb.

Hohe Warte
Hohe Warte

Da heute Sonntag ist, habe ich Glück und der Turm ist geöffnet. Trotz des Sturms steige ich die Wendeltreppe im Inneren bis zur Plattform hinauf. Oben angekommen, mache ich mit meiner Kamera einen Panoramaschwenk. Noch während ich beim Filmen bin, trifft den Turm eine so starke Böe, dass ich mich an der Brüstung festhalten muss.

Weiter führt die Wanderung an einem Pumpspeicherkraftwerk vorbei. Hier kann man sogar das obere als auch das untere Speicherbecken sehen. Es folgt das Wanderheim Eninger Weide und anschließend führt der Weg entlang des Segelfluggeländes Übersberg entlang. Gegen 14:30 Uhr erreiche ich den Stahlecker Hof und damit mein Quartier für die Nacht. Das Sturmmaximum zieht erst in der Nacht vorüber, während es heftig regnet und sogar ein Gewitter ist mit dabei. Da weiß man so ein schönes warmes Hotelzimmer besonders zu schätzen. Zudem sind die Gasträume der Wirtschaft sehr stilvoll eingerichtet und so steht der Entspannung und dem Wohlfühlen nichts im Weg.

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