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Strom sparen auf meinem Blog und YouTube Kanal

Wie ich versuche, auf meinem Blog „Wald-und-Outdoor.de“ und auf meinem YouTube Kanal Energie zu sparen.

In meinem Blog Beitrag zu „Der Stromverbrauch des Internet“ https://wald-und-outdoor.de/der-stromverbrauch-des-internet/habe ich über den unglaublichen Stromverbrauch des Internets berichtet und dabei auch angekündigt, daraus Konsequenzen für meinen Blog und YouTube Kanal zu ziehen.

Die richtige „Form“ der Energie?

Wichtig für unsere Umwelt ist nicht nur Energie zu sparen, sondern auch die benötigte Energie möglichst umweltfreundlich zu erzeugen. Das bedeutet, auf fossile Energieträger zu verzichten. Mein Provider garantiert zum Beispiel seine Rechenzentren mit „Wasserstrom“ zu betreiben und trotzdem zahle ich für mein komplettes Web Paket im Monat gerade mal 3 EUR. Was ich mir aber von allen Providern wünschen würde, ist eine Art Energieausweis, wie man ihn von Elektrogeräten kennt. Damit könnte man sehen, wie effizient die Rechenzentren der Provider mit Energie umgehen.

Energie sparen auf meinem Blog

Hier zwei Tipps wie man den Stromverbrauch eines Blogs reduzieren kann:

1. Der Speicherplatz der Versionshistorie.

Abhilfe: Alte Versionen von Blogartikeln löschen. Oder besser die Blogartikel offline am PC schreiben und erst nach der „Korrektur“ des Blogbeitrags hochladen.

2. Multimediainhalte wie Bilder, Videos und Audio Dateien.

Abhilfe: Am Beispiel von Bildern. Diese schon am PC auf die benötigte Größe skalieren und erst dann hochladen. Auf keinen Fall Bilder direkt von der Digitalkamera hochladen, diese sind viel zu groß! Das beschleunigt übrigens auch die Ladezeiten des Blogs und freut daher sicherlich auch die Leser.

Als IT‘ler und Elektotechniker schaffe ich doch locker mehr zu sparen – dachte ich.

Ich wollte aber noch viel weiter gehen und meinen Blog selber hosten! Dann könnte ich den Strom aus Solarzellen beziehen und müsse den Server nicht 24 Stunden am Tag durchlaufen lassen.

1. Die Hardware

Dazu habe ich mir einen Raspberry Pi, das ist ein sogenannter Einplatinencomputer, gekauft. Das besondere daran ist, dass dieser dieselbe Technik wie in den Handys verwendet und daher sehr wenig Strom benötigt. Gedacht, getan, als IT‘ler sollte das doch nicht so schwer sein, dachte ich.

Raspberry Pi als Webserver mit WordPress.
Raspberry Pi als Webserver mit WordPress.

2. Die Software

Recht schnell hatte ich einen Raspi und den benötigten Webserver samt WordPress Blog installiert. Ergebnis: im Leerlauf nur 1,5 Watt !!! Stromverbrauch – ich war begeistert. Leider kommt mir da aber unter anderem die Sicherheitstechnik in die Quere.

3. Sicherheit und Datentransport

Denn um den Webserver halbwegs sicher zu betreiben, benötigt man (mindestens) einen 2. Router, dieser benötigt aber allein 6 Watt Strom. Insgesamt sind wir also schon bei 7,5 Watt im Leerlauf! Ob ich damit dann noch besser als mein Provider bin, kann ich noch nicht sagen.

Bis ich das geklärt habe, ist das Projekt auch aus zeitlichen Gründen erst mal auf „Eis gelegt“.

Eines kann man daraus aber ganz gut lernen. Das Problem des Stromverbrauchs des Internets kommt nicht nur durch die Inhalte selbst, sondern durch den schnellen und häufigen Transport der Daten über das Internet. In meinem Fall exemplarisch der Router.

Strom sparen auf YouTube, geht das?

Hier wird es schon schwieriger, denn erstens kann ich ja nicht den Provider wählen und zweitens haben wir es hier nicht mit einzelnen Bildern wie im Blog zu tun, sondern mit locker mal 25 Bildern pro Sekunde!

Aber der Reihe nach. Google als Betreiber von YouTube verspricht immerhin bereits seit 2017 seinen Strom komplett aus erneuerbaren Energien zu beziehen: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Google-Stromverbrauch-wird-durch-erneuerbare-Energien-ersetzt-4012081.html

Ist damit alles in Butter? Ich meine nein, denn das wesentliche Problem des hohen Strombedarfs bleibt ja bestehen und der Strom, den wir für unsere Informationstechnologie benötigen, steht nun mal nicht z.B. zum Beheizen unserer Wohnungen zur Verfügung.

Jetzt aber zu meinem kleinen YouTube Kanal, was könnte ich tun, um den Stromverbrauch zu reduzieren?

1. Weniger Videos hochladen

Das habe ich bereits (auch aus Zeitmangel) getan. Ich finde es wichtig, nicht, wie es in vielen YouTube „Anleitungen“ gefordert wird, jede Woche ein Video hochzuladen, damit der eigene Kanal auch immer weiter „wächst“. Wichtiger ist mir die Qualität meiner Videos zu steigern und dafür benötige ich natürlich mehr Zeit.

2. Die Auflösung der Videos reduzieren

Viele Zuschauer sehen YouTube Videos auf ihren mobilen Geräten also meist Handys. Dort wird die reduzierte Auflösung den meisten gar nicht auffallen. (Diese wird sowieso automatisiert in verringerter Auflösung gestreamt.) Das bedeutet, die Videos nur in HDTV 720p statt in FullHD 1024p rendern. Die Folge ist, es spart Strom beim rendern am PC, weil es schneller geht, es spart Strom beim Upload auf den YouTube Kanal und vor allem wird Strom beim Streaming auf PC Bildschirme oder TV Geräte gespart, um nur einiges wichtige zu nennen.

Links:

Stromverbrauch des Internets; eine Website von Vattenfall:

https://elife.vattenfall.de/trend/energieverbrauch-internet/

Der Bundestag klärt auf:

https://www.mitmischen.de/diskutieren/nachrichten/September_2017/Stromverbrauch_Internet/index.jsp

Ein Gedanke zu „Strom sparen auf meinem Blog und YouTube Kanal

  1. Bernhard

    Es wird einem nicht leicht gemacht im "Netz" Energie zu sparen. Letztlich möchte ich darauf aufmerksam machen, dass da mehr passiert als nur "bunte Bilder".
    Schöne Grüße Bernhard

    Antworten

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