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Bereits 2006 habe ich mich gegen den Einbau einer Pellet-Heizung entschieden und dafür eine Wärmepumpe einbauen lassen.

Bis heute habe ich diese Entscheidung nicht bereut, denn den steigenden Strompreis konnten wir mit Eigenstrom aus einer PV Anlage kompensieren.

Der Pellet-Preis ist sogar noch höher gestiegen als ich dies damals für möglich gehalten hätte.

Wichtig ist zu verstehen, dass eine Wärmepumpe aus einer elektrischen Leistung von z.B. 1000 Watt Wärme mit einer Leistung von 3000 bis über 4000 Watt erzeugen kann! Was für ein tolles technisches Gerät!

Die 2000 bis 3000 Watt Wärme bezieht die Wärmepumpe ganz einfach z.B. aus der Umgebungsluft. Auch im Altbau eingesetzt, hat die Wärmepumpe immer noch die gleiche Wirkung. Dabei ist dies keine Raketentechnologie, sondern wir alle kennen dieses technische Prinzip von unseren Kühlschränken.

Warmwasser Wärmepumpe
Warmwasser Wärmepumpe

Dabei ist es ein großer Vorteil mit Strom zu heizen, denn Strom kann aus erneuerbaren Energien wie PV-Anlagen, Windkraftanlagen, Wasserkraftanlagen oder Biogas erzeugt werden. Selbst mit dem heutigen Strom-Mix aus der Steckdose, also Strom mit einem Anteil, der durch fossile Energien wie Gas, Öl oder Kohle erzeugt wurde, lohnt sich der Betrieb einer Wärmepumpe.

Warmwasser

Und eine Wärmepumpe muss keineswegs 30.000 EUR kosten wie einige Politiker behaupten. Eine „Stand-alone“ Warmwasser-Wärmepumpe, die man ohne Außengerät im Keller betreiben kann (reduziert dadurch die Montagekosten) mit einem Warmwasserspeicher von 250 Litern (ausreichend für einen 4 Personen Haushalt) kostet z.B. unter 3.000 EUR!

Raumheizung für den Altbau

Mit einem herkömmlichen Klimagerät kann man dann z.B. Wohn-, Esszimmer und Küche beheizen. Gerätepreis: unter 2.000 EUR als Komplettset mit Montagematerial. Wer sich das ansehen möchte: Siehe Links unter dem Artikel. Im Sommer kann man mit dem Klimagerät dann sogar noch kühlen!

Glühbirne vs. Energiesparlampe und Gasheizung vs. Wärmepumpe

Ich vergleiche den Kauf einer Wärmepumpe gern mit der Anschaffung einer Energiesparlampe vor 5 oder 10 Jahren. Damals kostete eine Energiesparlampe gern das 10-fache einer Glühbirne und doch war die Energiesparlampe nach wenigen Jahren Betrieb billiger als die Glühbirne, weil sie beim Betrieb ihre Anschaffungskosten einspart. Genauso ist es heute mit einer Wärmepumpe, diese ist zwar möglicherweise teurer bei der Anschaffung als eine Gasheizung, dafür spart man aber beim Betrieb vor allem in Zukunft beträchtlich.

Gasheizung H2 Ready ist eine Täuschung des Verbrauchers

Lassen Sie sich nicht von solchen Versprechungen täuschen. Solche Heizungen können zukünftig möglicherweise mit bis zu 20 % Wasserstoff im Gasgemisch betrieben werden. Ob und wann das sein wird ist aber noch offen. Und dieser Wasserstoffanteil wird voraussichtlich teuer sein. Siehe dazu das Video von Prof. Volker Quaschning: https://www.youtube.com/watch?v=zoKM3Igto-w

Und der Strompreis in Zukunft?

Man erwartet in Zukunft sinkende Strompreise wenn der Anteil an Windkraft und Photovoltaik weiter ansteigt.

Weiterführende Links:

Beispiel Preis für eine Stand-alone Warmwasser Wärmepumpe: (abgerufen am 19.05.2023)

https://www.regotherm24.de/elco-trinkwasser-waermepumpe-aerotop-dhw-typ-dhw250-sys-245-l?msclkid=426e0d17a8d01270c1df697037e1cf0a

Beispiel Preis für ein Klima Splitt Gerät mit Montagematerial: (abgerufen am 19.05.2023)

https://www.klimaworld.com/daikin-professional-r-32-klimaanlage-set-ftxm25n-rxm25n9-2-5-kw-quick-connect-87973.html?utm_source=Idealo&utm_medium=IBay-ProductPortal&utm_campaign=Idealo&_attribution=idealo

Klima Splitt Gerät zum Heizen von einzelnen Räumen:

Video von Andreas Schmitz (Akkudoktor): https://www.youtube.com/watch?v=khOmxNMJTus

Wärmepumpe erklärt von Prof. Harald Lesch:

https://www.youtube.com/watch?v=pDl9mE73fb0

Argumente gegen die Nutzung von Atomkraft, Kernenergie beim Klimaschutz

Immer wieder wird bei Diskussionen zur Klimakrise die Kernenergie ins Spiel gebracht. Jedes abgeschaltete Kernkraftwerk würde durch konventionelle Kraftwerke ersetzt und damit der CO2 Ausstoß vergrößert.

Zu diesem Thema gibt es bereits einen hervorragenden Podcast von Cornelia und Volker Quaschning. (Link dazu am Endes des Artikels) Der Titel lautet „Kann die Kernenergie das Klima retten?“

Um für Diskussionen schnell Fakten bereit zu haben, sind hier die aus meiner Sicht wichtigsten Argumente zusammengefasst.

Und los gehts:

Die Klimakrise selbst ist ein Problem für AKW.

Im Hitzesommer 2018 und 2019 musste Frankreich Kraftwerke abschalten und drosseln, weil die Wassertemperatur im Fluss zu hoch war.

https://www.heise.de/tp/features/Atomkraftwerke-werden-erneut-wegen-Hitze-abgeschaltet-4480396.html

https://www.dw.com/de/wie-k%C3%BChlen-hei%C3%9Fe-l%C3%A4nder-ihre-kernkraftwerke/a-49758541

Der kleine Anteil der Atomenergie

Deutsche AKW lieferten 2020 nur 12 % des Stroms, das ist weniger als Windkraft und nur wenig mehr als Photovoltaik. Am gesamten Energiebedarf sind dies nur 3 %. (Mit Wärmeenergie…) und es waren nie mehr als 6 %. In Frankreich 24 %! Ähnliche Zahlen sind es in Europa und weltweit. Atomkraft spielt also eine viel kleinere Rolle als dies in der öffentlichen Diskussion wahrgenommen wird.

Wir müssten 100erte Kraftwerke bauen

Wollen wir eine signifikante Wirkung der Atomkraft, müssten wir in den nächsten 15 Jahren Hunderte AKW bauen.

AKW bauen dauert zu lange

Das führt uns zum nächsten Problem. Der Bau eines AKW dauert sehr lange, teilweise Jahrzehnte! Zeit, die wir in der Klimakrise nicht mehr haben. China hat in nur einem Jahr so viel erneuerbare Energie zugebaut wie 25 AKW erzeugen. Niemals kann man in einem Jahr 25 AKW bauen.

Atomstrom ist zu teuer

Der Bau von AKW ist sehr teuer: 3 bis zu 19 Milliarden Euro kostet ein Kraftwerk! Das macht Atomstrom vergleichsweise mit 11 Cent pro kWh teuer. Windkraft nur die Hälfte. PV Strom liegt bei ca. 3,5 Cent! Ich bekommen für meinen PV Strom nur 9,3 Cent. Es darf bezweifelt werden, dass die 11 Cent/kWh für alle Kosten des Endlagerns und möglicher Störfalle ausreicht! Für die Wirtschaftsexperten: Ist das gut für den Wirtschaftsstandort Deutschland? Teurer Strom, wenn wir diesen auch viel billiger produzieren können?

Es gibt zu wenig Uran

Würden wir wirklich weltweit soviel Kernkraftwerke zubauen wie benötigt (nur 50 % AKW Leistung), wären die weltweiten Reserven an Uran in ca. 13 Jahren aufgebraucht! Die Laufzeit eines AKW beträgt aber Jahrzehnte.

Neue Reaktorgenerationen helfen uns nicht

Ein Argument der Befürworter lautet: Reaktoren der 4. Generation machen alles besser.

Die Entwicklung und der Bau benötigen aber voraussichtlich Jahrzehnte, also auch hier wieder ein Zeitproblem. Diese Reaktoren müssen mit Natrium gekühlt werden, dieses erhöht das Gefahrenpotenzial in einem AKW. (Natrium ist brennbar.)

Minireaktoren sind auch keine Lösung

Argument: Wir bauen viele kleine Reaktoren, sozusagen am Fließband.

Man hat errechnet, dass für einen sinnvollen Start 3000 Reaktoren gebaut werden müssten. Wollen Sie einen Minireaktor in Ihrer Stadt? Die Kosten sind vergleichsweise noch höher als bei großen Reaktoren.

Das Bundesamt für Sicherheit der nuklearen Entsorgung meint zur Sicherheit bei einem Störfall: Die Kontamination kann über das Reaktorgelände hinausreichen. (Also besser doch nicht in der Nähe eines Minireaktors wohnen.)

Fusionsreaktor funktioniert (nie) nicht

Dann gibt es noch die Nukleare „Endlösung“, den Fusionsreaktor. Dieser funktioniert wie unsere Sonne. Als Brennstoff benötigt er Schweres Wasser, welches man aus Meerwasser gewinnen kann. Am Fusionsreaktor wird seit Jahrzehnten geforscht und egal, wann man fragt wie lange es dauert bis konkrete Ergebnisse vorliegen, dauert es immer 30 Jahre…

Der IPCC empfiehlt Atomkraft als Lösung

Ja, richtig. Die Quaschnings haben sich das genauer angesehen: Diese spielt keine tragende Rolle und es wird für 2050 unter 10 % Kernenergie angenommen.

Tschernobyl

Ich möchte nie wieder soetwas wie Tschernobyl erleben. Mir konnte noch Niemandem erklären, warum neue Reaktoren in großer Anzahl sicher sein sollen. Denken wir nur an terroristische Anschläge.

Aber wir haben gar kein Endlager

Die scheinbar unendliche Suche nach einem geeigneten Endlager hat bisher zu keinem Ergebnis geführt. Viele Menschen wollen nicht einmal eine WKA in ihrer Nähe, wie will man diese von einem atomaren Endlager überzeugen. Als Folge eines fehlenden Endlagers wird Atommüll mit Zügen durch Europa hin und her gefahren!

Und sparen AKW CO2?

Für den Bau von AKW wird viel Beton benötigt. 1 Tonne Beton erzeugt eine Tonne CO2. Ganz CO2 frei sind AKW also nicht. Beispiel Grafenrheinfeld: 440.000 Tonnen.

Hurra! wir haben aber schon eine Lösung

Aus den vorgenannten Gründen kann ich mich nur Cornelia und Volker Quaschning anschließen:

Der Sinn der Atomdiskussion ist nur eine Verschiebung der Lösung unserer Probleme mit der Klimakrise in die Zukunft. Die wird aber ganz sicher nicht rosig, wenn dann der Klimawandel erbarmungslos zuschlägt.

Und warum nützen wir nicht einfach die sicherste Atomkraft unserer Sonne für unsere PV Anlagen, natürlich in Verbindung mit Stromspeichern!

Hier der Podcast von Cornelia und Volker Quaschning:

https://dasisteinegutefrage.de/kernenergie

Tags:

Atomkraft, Bill Gates, Energieversorgung, Energiewende, IPCC, Kernenergie, Kernkraft, Klima, Klimakrise, Klimaschutz

Ich bin seit einigen Jahren Mitglied im Förderverein Naturpark Schönbuch. Beim schriftlichen Beschlussverfahren zur Mitgliederversammlung wurde nach Ideen für die Zukunft des Naturparks sowie Kritik und Lob gefragt. Dieser Aufforderung komme ich gern nach:

Es gibt jedes Jahr ein sehr engagiertes Veranstaltungsprogramm des Naturparks. Dabei wird eine große Vielfalt für alle Altersklassen angeboten. Diese Veranstaltungen sind auch eine gute Werbung für den Wald und den Naturpark. Von den 140 Veranstaltungen, die ich in diesem Jahr gezählt habe, gibt es aber nur eine einzige mit dem Thema Klimawandel.

Ich vermisse jegliche Maßnahmen zur Anpassung des Naturparks an den Klimawandel!

Daher versuche ich hier beispielhaft zu erläutern, was sich aus meiner Sicht in Zukunft tun müsste um den Naturpark fit für den Klimawandel zu machen. Dies lässt sich auch auf andere Wälder übertragen:

Lichtstess oder Trockenschäden bei Buchen?
Lichtstess oder Trockenschäden bei Buchen?

Den Wald fit machen für den Klimawandel

Wir brauchen einen hitzeresistenten Naturpark! Ich meine, dass in den letzten Jahren genau das Gegenteil passiert ist, überall wird durch intensivere Durchforstung des Waldes immer mehr Licht und damit Wärme in den Wald gebracht! Das schädigt vor allem die Buchen. Offensichtlich denkt man dabei nur an den höheren Holzpreis der Eiche. Mehr Licht am Waldboden fördert dessen Erosion, dabei wird CO2 freigesetzt – so kann der Wald seine wichtige Funktion als Kohlenstoffspeicher immer weniger wahrnehmen. (1)

Langfristige Nutzung der Ressource Holz

Aktuell haben wir eine Holzverknappung für Bauholz, auch hier könnte man ansetzten, indem man versucht, mehr auf den Verkauf langlebiger Holzprodukte zu setzten, z.B. für den Bausektor zu werben. Ich meine, es wäre immer noch besser Buchenholz für Paletten zu verwenden, als dieses in „Sekunden“ zu verbrennen, dazu ist es einfach viel zu wertvoll.

Und wie lange dauert es bis eine gefällte Buche wieder durch einen neu gewachsenen Baum ersetzt wird? 60 Jahre? Wir wollen aber 2045 klimaneutral werden, wie soll das zusammenpassen?

CO2 „Steuer“ auf Brennholz

Letztlich wird es keine andere Möglichkeit geben, als auf Brennholz genau wie auf fossile Brennstoffe einen CO2 Preis zu erheben. Dieser würde z.B. das Buchenholz sofort wertvoller machen. Genauso könnten Waldbesitzer aus dem CO2 Preis Ausgleichszahlungen bekommen, wenn diese auf eine Holzernte verzichten. Ich verstehe, dass man solche Maßnahmen nicht einfach von heute auf morgen umsetzen kann, aber es muss so schnell wie möglich der Weg dorthin eingeschlagen werden: Stichwort Planungssicherheit.

Wald wird ein immer wichtigerer Erholungsraum

Ebenso ist in der Coronapandemie deutlich geworden, dass „heimische“ Erholungsräume immens an Wichtigkeit zunehmen. Für mich ist der Erholungswert des Schönbuchs die letzten Jahre kontinuierlich gesunken, weil einfach immer mehr Wald der Säge zum Opfer fällt. Eine offene Parklandschaft ist nun mal kein Wald.

Ich verstehe auch, dass der Naturpark diese Maßnahmen nicht allein umsetzen kann, doch er könnte wenigstens Signale an die Waldbesitzer, also auch die Kommunen senden… Daher wünsche ich mir einen von der Holzwirtschaft unabhängigen Naturpark für die Bürger und deren Zukunft.

Damit aber kein falsches Bild entsteht:

Trotzdem bin ich mir sicher, dass alle, die heute am Naturpark arbeiten sicherlich auch seine Zukunft im Sinn haben. Daher möchte ich es nicht versäumen, all denen zu danken, die sich Tag täglich für diesen einsetzen, auch in ihrer Freizeit! Ohne diese Arbeit hätten wir heute vielleicht gar keinen Naturpark mehr. (Stichwort Landesflughafen…)

Daher bitte ich, die etwas harten Worte zu entschuldigen; sie entsprechen aber meiner Wahrnehmung. Daher sehe ich es als meine Pflicht an, mich hier auch kritisch zu äußern, in der Hoffnung für den Naturpark und dessen Nutznießer, also uns alle, etwas positives zu bewirken. - Danke für Ihre Zeit den Artikel zu lesen.

(1) Letter Regarding Use of Forests for Bioenergy: https://www.klimareporter.de/energiewende/energie-aus-holz-ist-kein-klimaschutz

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Petition gehen die Subventionierung der Holzvebrennung
Petition gegen die Subventionierung der Holzverbrennung

Mich erreicht dieser Tage der Aufruf zur Unterzeichnung einer Petition zur Rettung der Wälder Europas. Hier wird beschrieben, was ich in den lezten Jahren auf meinen Wanderungen und auch in "meinem Revier" im Schönbuch immer wieder festgestellt habe. Der Holzeinschlag nimmt massiv zu! Das kann so nicht weitergehen, insbesondere darf die Verbrennung von Holz nicht weiter subventioniert werden.

Zitat: Jetzt ist es an der Zeit, EU Politikern ganz klar zu sagen: Das Verbrennen von Holz zu Zwecken der Energiegewinnung ist eine Katastrophe für Wälder und das Klima und nicht das, was wir uns unter „erneuerbare Energien“ vorstellen.

Über folgenden Link könnt Ihr an der Petition teilnehmen:

Die EU muss Wälder schützen, statt sie für die Energiegewinnung zu verbrennen. (wemove.eu)

Hier der Wortlauf des Aufrufs:

Hallo Bernhard Huber,

"Vor kurzem wollte ich einen Spaziergang in dem Wald machen, den ich aus meiner Kindheit kenne, in der Nähe des Hauses meiner Großeltern. Aber was ich als friedliche, grüne Oase in Erinnerung hatte, sah schrecklich aus. Über weite Strecken waren nur kahle Baumstümpfe übrig. Zuvor vollkommen gesunde Bäume waren zu Hunderten gefällt worden. Mir war zum Weinen zumute."

Meine Kollegin Monika hat mir diese Geschichte erzählt, und sie ist nicht allein. Europas Wälder verschwinden in einem Rekord-Tempo, das wir seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen haben. [1] Es ist ein Geschäftsmodell geworden, die Wälder abzuholzen und zu verbrennen. Die EU nennt das: "grüne Energie". Und wir unterstützen dieses Geschäft sogar mit unseren Steuergeldern!

Aber es gibt einen kleinen Hoffnungsschimmer: Gerade jetzt prüft die EU, wie sie das Gesetz ändern kann. Geprüft wird, was als grüne Energie zählt und EU-Subventionen erhalten kann. Dies ist unsere Chance, Energiegewinnung, die auf Abholzung beruht, auszuschließen. [2]

Es ist klar, dass sich die größten Firmen einmischen werden. Lassen Sie uns zusammen dafür sorgen, dass die EU auch auf unsere Stimmen aus ganz Europa hört.

In der gesamten EU sind die Subventionen, die diese Industrie vom Staat erhält, enorm und wachsen weiter. In Deutschland zum Beispiel hat sie sich 2017 die Taschen mit über 1,7 Milliarden Euro an öffentlichen Geldern gefüllt: Das sind 20.000 Euro pro Bundesbürger. [3]

Und es sind nicht nur die Wälder der EU, die darunter leiden. Die EU importiert immer mehr Holz aus den USA, Kanada, Russland, der Ukraine und sogar Brasilien, um es in der EU zu verbrennen. [4] Einer der führenden Klimatologen der Welt, Prof. Bill Moomaw, fasst zusammen: "Ich kann nicht verstehen, wie diese Politik zustande kam, es sei denn, man stellt fest, dass es eine totale Vereinnahmung der Regierung durch die Forstprodukte-Industrie gab." [5]

Selten kann eine kleine Änderung der Regeln so viel für die Zukunft unseres Planeten bedeuten. Wir können unsere Wälder retten, indem wir einfach Bäume von der Liste der "grünen" Energiequellen streichen - also lassen Sie uns Druck auf die EU ausüben, genau das zu tun.

WeMove Europe-Aktive haben sich schon früher zusammengetan, um Wälder zu retten. Wir waren in Rumänien, Bulgarien und Polen - und wir waren erfolgreich! [6] Jetzt haben wir die Chance, uns für alle Wälder in Europa und weit darüber hinaus einzusetzen.

Vielen Dank!

Annemarie Botzki (Berlin)
Virginia López Calvo (Madrid)
Marta Tycner (Warschau)
Alexandre Naulot (Marseille)
Giulio Carini (Rom)
für das gesamte WeMove.EU-Team

PS: Das Verbrennen von Bäumen hat auch Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Holzverbrennung ist eine Hauptquelle für Luftverschmutzung, der in der EU bereits über 1.000 Menschen pro Tag zum Opfer fallen. [7]

Referenzen:
[1] Für mehr Informationen lesen Sie die Ergebnisse im Fachmagazin "Nature": Im Zeitraum zwischen 2016 und 2018 stieg die “geerntete” Waldfläche in Europa im Vergleich zum Zeitraum von 2011 bis 2015 von 0,76 Millionen Hektar auf 1,13 Millionen Hektar - das ist fast 50 Prozent mehr.
https://www.nature.com/articles/d41586-020-01848-x
Und:
https://www.nature.com/articles/s41586-020-2438-y
[2] https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/12553-EU-renewable-energy-rules-review/public-consultation
[3] Bericht im Detail:
https://www.nrdc.org/sites/default/files/burnout-eu-clean-energy-policies-forest-destruction-ip.pdf
[4] Aktueller Artikel: https://news.mongabay.com/2020/08/are-forests-the-new-coal-global-alarm-sounds-as-biomass-burning-surges/ und ein detaillierter Bericht:
https://ec.europa.eu/energy/sites/ener/files/documents/biosustain_report_final.pdf
[5] https://www.vox.com/science-and-health/2019/3/4/18216045/renewable-energy-wood-pellets-biomass
[6] Rumänien: https://you.wemove.eu/campaigns/rumanien-retten-sie-die-letzten-grossen-urwalder-europas, Bulgarien:
https://act.wemove.eu/campaigns/bewahrt-kresna-gorge, Polen: https://act.wemove.eu/campaigns/wald-verteidigen
[7] https://op.europa.eu/webpub/eca/special-reports/air-quality-23-2018/en/

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In einer Sondersitzung des Horber Gemeinderates wurde nach fast 6-stündiger Beratung um Mitternacht darüber abgestimmt, die Planungen für das Gewerbegebiet Ahldorf zu beenden. Und tatsächlich, das fast Undenkbare wurde Wirklichkeit: Die Planung wird endgültig eingestellt!

Bürgerinitiative lohnt sich

Das ist sicherlich dem mehrjährigen Engagement der Bürgerinitiative „BI-Hau“ und der daraus entstandenen BiM (Bürger im Mittelpunkt) zu verdanken. Diese wurde auf Anhieb mit 4 Sitzen in den Gemeinderat gewählt. Aber auch quer durch alle Fraktionen hat man erkannt, dass es mit dem Flächenverbrauch so nicht weitergehen kann. So wurde mit 16:8 Stimmen die Planung für das Gewerbegebiet gestoppt.

Demonstration vor Hohenberghalle
Demonstration vor Hohenberghalle

Die Natur als Gewinner

Für die Ahldorfer ist damit ein wichtiger Teil ihres Naherholungsgebietes gesichert, in dem sich auch eine Grillhütte befindet. Der klare Gewinner ist der Ahldorfer Wald mit bis zu 200 Jahre alten Stieleichen, aber auch die Wiesen und Felder und vor allem die Tierwelt profitieren davon:

Amphibien: Erdkröte, Blindschleiche und Teichmolch, Reptilien: Zauneidechse, Säugetiere: Fledermaus und Haselmaus, Vögel: Feldlerche, Goldammer und Grauammer! Um nur einige wenige zu nennen.

Herzlichen Dank an alle Aktiven!

Hiermit möchte ich einen Dank aussprechen, an die BI „Hau und Holzwiese“, BiM = Bürger im Mittelpunkt, aber auch an alle Gemeinderäte, die z.B. bis spät in die Nacht für uns an Gemeinderatssitzungen teilnehmen, um unsere Interessen zu vertreten!

Sondersitzung des Gemeinderats
Sondersitzung des Gemeinderats

Entwicklung für die Zukunft und nicht nur „Verweigerung“

Wichtig zu erwähnen ist auch, dass von Gemeinderäten immer wieder betont wurde: Es geht nicht nur um die Verweigerung von Gewerbeflächen, sondern auch um die Entwicklung neuer Ideen für die Zukunft. Wie kann man Flächen effektiver nutzen? z.B. Bau von mehrstöckigen Gewerbegebäuden. Angesichts von stark zunehmenden „Homeoffice Arbeitern“ wird die ständige Fahrt zur Arbeit (Stichwort Auspendler) zukünftig weniger sein und vielleicht noch weniger werden. Das eröffnet neue Chancen für Orte, die bisher oft als Schlafstätte genutzt wurden.

Hau Luftaufnahme
Hau Luftaufnahme

Wie alles begann:

Werde Baumpate und rette den Ahldorfer Forst!

Website der BI Hau und Holzwiese:

www.bi-hau.de

Ein Zeichen setzen

Es war ein sehr bewegendes Gefühl, an diesem warmen Septembertag mit 10 000 Gleichgesinnter friedlich über die Straßen in Stuttgart zu marschieren, um ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. Deutschlandweit haben sich über 1 Million Menschen am Klimastreik beteiligt. Das ist ein phantastisches Ergebnis. Herzlichen Dank an alle, die mit ihrem persönlichen Engagement dies möglich gemacht haben!

Wichtig beim Streik für den Klimaschutz sind nicht nur die Forderungen an die Politik, sondern auch der „gemeinschaftliche Effekt“, das Gefühl der großen Gemeinschaft. Ich hoffe, dieses Gefühl macht alle mehr bereit, selbst etwas für den Klimaschutz zu tun.

Klimstreik in Stuttgart
Klimastreik in Stuttgart

Der Klimastreik muss weitergehen

Wie notwendig der Streik ist, hat sich schon kurz danach gezeigt, als die Maßnahmen des Klimakabinetts veröffentlicht wurden. Mit diesen Maßnahmen geht es genau so weiter wie die letzten 30 Jahre – ohne Effekt hin zu einer wesentlichen Reduzierung der CO2 Emission!

Zum Beispiel sollen Benzin und Diesel um 3 Cent verteuert werden; das ist eine Preisschwankung, die man heute an einem einzigen Tag erleben kann. Im Gegenzug wird die Pendlerpauschale angehoben. Soll das ein Anreiz für mehr Klimaschutz sein?

Ich habe den Eindruck, die Beschlüsse sollen die Klimaschützer beruhigen (Hurra, wir tun was.), aber alle, die es nicht interessiert, sollen bitte auch nicht belastet werden. - So kommen wir nicht weiter.

Marsch zum Schlossplatz
Marsch zum Schlossplatz

Klimaschutz muss sozial ausgewogen sein

Es ist notwendig, dass Klimaschutzmaßnahmen sozial ausgewogen sind, damit sich auch finanziell schlechter gestellte Mitbürger den Klimaschutz „leisten“ können. Dabei ist es wichtig zu erwähnen, dass Menschen mit geringem Einkommen auch einen wesentlich kleineren CO2 Fußabdruck erzeugen. Denn ein wesentlicher Faktor der CO2 Emission ist Konsum und dafür fehlen der armen Bevölkerung schlicht die Mittel! Daher ist es mehr als gerecht, wenn wirtschaftlich schwächere Mitbürger beim Klimaschutz entlastet werden.

Der friedliche Marsch
Der friedliche Marsch

Falsche Bilder des Klimaschutzes

Immer wieder werden Bilder gezeichnet vom Verzicht auf Flugreisen, Autofahren, Fleischkonsum... und es wird so getan, als ginge es beim Klimaschutz nur darum. Dabei sehe ich solche Maßnahmen als letztes Mittel, wenn wir alle aktuellen technischen Möglichkeiten ausgeschöpft haben. Beispiel: Das Dämmen von Gebäuden hat nichts mit Verzicht zu tun, sondern bringt statt dessen einen Komfortgewinn und schont trotzdem das Klima. Anstatt Wärme mit Öl, Gas oder Holz zu erzeugen, müssen zukünftig Wärmepumpen zum Einsatz kommen. Wenn der Strom für die Wärmepumpen aus PV Anlagen auf dem Hausdach stammt, dann ist das ein wichtiger Beitrag zur CO2 Reduktion. Und wieder ein Beispiel für Klimaschutz ohne Verzicht. Weiterhin kann durch intelligenten Einsatz von energieeffizienten Geräten im Haushalt viel Strom eingespart werden. Ein 2- Personen-Haushalt kann 2000 kWh/a oder eben nur 1000 kWh/a Strom verbrauchen und das ohne nennenswerte Einbußen an Lebensqualität. Trotzdem wäre das eine Ersparnis um 50%. Wichtig dabei ist, dass wir heute beginnen und seien es nur kleine Schritte! Es geht nicht um einen Totalverzicht, sondern um eine Reduktion von CO2 um ca. 5% jährlich ab 2018 gerechnet. Und das möglichst in allen Bereichen wie Verkehr, Wohnen und Konsum.

Jeder nach seinen Möglichkeiten

Nicht jeder wird gleichviel zum Klimaschutz beitragen können und wollen. Das müssen wir akzeptieren und das darf die Gesellschaft nicht spalten. Es gibt Menschen (ich schließe mich ein,) denen fällt es leicht auf Dinge zu verzichten, ja, es macht ihnen sogar Freude! Anderen fällt Verzicht schwer und er wird als Verlust an Lebensqualität empfunden. Trotzdem können solche Menschen Maßnahmen wie oben beschrieben ergreifen! Wichtig ist, dass wir Unterschiede akzeptieren und erkennen, dass diese ein Teil des Lebens auf unserem Planeten sind! Die Natur ist vielfältig und das menschliche Leben ist es auch.

Fakten zum Klimaschutzprogramm 2030 des Klimakabinetts:

https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Klimaschutz/eckpunkte_klimaschutzprogramm_2030.pdf

Weitere Beiträge

https://wald-und-outdoor.de/klimastreik/

https://wald-und-outdoor.de/parentsforfuture/

https://wald-und-outdoor.de/der-pv-deckel-muss-weg/

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Wie ich im Artikel „Der Stromverbrauch des Internet“ (1) gezeigt habe, ist der Stromverbrauch des Internets riesig. Allein in Deutschland verbraucht das Internet soviel Strom wie Berlin oder die gesamte Produktion des „Windstroms“ in Deutschland! (2)

Getreu nach dem Motto „Viel Kleinvieh macht auch Mist“ möchte ich auch auf meinem Blog und vor allem auf meinem YouTube Kanal den Stromverbrauch reduzieren.

Eine ganz neue Kanalidee

Daher habe ich mir überlegt, meinen YouTube Kanal zukünftig ähnlich wie eine Mediathek zu betreiben. Das bedeutet, die Videos sind nur noch für begrenzte Zeit online, z.B. vier Wochen. Zusätzlich werde ich aber zu meinen Wanderungen also den Westweg, Goldsteig, Albsteig aber auch im Schönbuch je ein „Trailervideo“ auf meinem Kanal zeigen.

Zusätzlich gibt mir das die Möglichkeit meine Videos in reduzierter Auflösung als HD720 statt bisher HD1024 hochzuladen. Das soll die Datenrate beim Streaming reduzieren und trägt dadurch auch zur Reduzierung des Strombedarfs bei. Viele Zuschauer werden davon nichts bemerken, wenn sie z.B. die Videos auf Mobilgeräten wie Handys anschauen.

Ein Vorbild zum sorgsamen Umgang mit unseren Ressourcen

Ich hoffe dadurch ein Vorbild für andere YouTube Kanäle zu geben. Daher werde ich noch ein kleines „Erklärvideo“ dazu veröffentlichen.

Links:

Mein YouTube Kanal: http://www.youtube.com/c/WaldOutdoor

(1) https://wald-und-outdoor.de/der-stromverbrauch-des-internet/

(2) Ein sehr guter Beitrag in der ZDF Mediathek (Bis 20.9.2019 abrufbar.) https://www.zdf.de/dokumentation/planet-e/planet-e-stromfresser-internet-100.html