Springe zum Inhalt

Erfreulicherweise hat die Photovoltaik in den letzten Jahren eine regelrechte Renaissance, Stichwort Balkon Solar. Damit ist diese Form der Energiegewinnung zu einer echten „Volksenergie“ geworden. Das ist wie ich finde sehr erfreulich, denn so profitieren möglichst viele Menschen von der notwendigen Energiewende und tragen so aktiv zu mehr Klimaschutz bei.

Leider lassen sich mit PV-Strom unsere Energieproblem nicht alleine lösen. Denn in den Morgen und Abendstunden und erst recht in der Nacht steht kein Solarstrom zur Verfügung. Genau hier kommt der Strom aus Windkraft ins Spiel. In der folgenden Grafik, die ich in Wikipedia gefunden habe, kann man das sehr gut erkennen:

Wie ergänzen sich Wind- und Solarstrom
Wie ergänzen sich Wind- und Solarstrom. https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:CC-BY-SA-4.0 Seasonal_cycle_of_capacity_factors_for_wind_and_photovoltaics_

Man sieht, wenn die PV Leistung gesteigert wird, muss auch die Stromerzeugung von Windkraft weiter steigen, da sich die Beiden perfekt ergänzen! So wird aus dem „Zappelstrom“ wie es Kritiker gern bezeichnen eine weitestgehend verlässliche Energieversorgung. Daher möchte ich in folgenden Blogbeiträgen wichtige Fakten zur Windkraft veröffentlichen, die zeigen sollen, wie effizient, nachhaltig und mit vergleichsweise wenigen Nebenwirkungen für Mensch und Natur diese Form der Energiegewinnung ist.

Wer sich gern einen sehr gut gemachten Überblick über Windkraft vor Ort in realen Projekten ansehen möchte, der kann sich bei Windkraft Böblingen informieren: https://windkraftbb.de/  Hier konnte ich selbst noch vieles über Windkraft lernen.

Bei Diskussionen zum Elektroauto wird oft über die zu geringe Reichweite oder das zu schlecht ausgebaute Ladenetz diskutiert. Oder die Umweltbelastung durch Lithium, Cobalt, Mangan oder Nickelabbau. Im Gegenzug werden fast nie die Umweltbelastungen der Produktion von Benzin oder Dieselkrafstoffen thematisiert. Die kennen wir ja schon lange und haben uns anscheinend daran gewöhnt. Daher verlinke ich hier, ein wie ich meine sehr gut gemachtes Lehrvideo, das einmal zusammenfasst was bei der Produktion von fossilen Brennstoffen an Umweltbelastungen entsteht. Ich muss zugeben, so in aller "Deutlichkeit" war es mir selbst nicht bewußt. Kurz und knapp in nur 12 Minuten:

https://t.co/ZgRIbidQvR

Hinweis: Der Link führt zu Twitter bzw. X in englischer Sprache.

Vergleich E-Antrieb zu fossilen Brennstoffen
Vergleich E-Antrieb zu fossilen Brennstoffen

Bereits 2006 habe ich mich gegen den Einbau einer Pellet-Heizung entschieden und dafür eine Wärmepumpe einbauen lassen.

Bis heute habe ich diese Entscheidung nicht bereut, denn den steigenden Strompreis konnten wir mit Eigenstrom aus einer PV Anlage kompensieren.

Der Pellet-Preis ist sogar noch höher gestiegen als ich dies damals für möglich gehalten hätte.

Wichtig ist zu verstehen, dass eine Wärmepumpe aus einer elektrischen Leistung von z.B. 1000 Watt Wärme mit einer Leistung von 3000 bis über 4000 Watt erzeugen kann! Was für ein tolles technisches Gerät!

Die 2000 bis 3000 Watt Wärme bezieht die Wärmepumpe ganz einfach z.B. aus der Umgebungsluft. Auch im Altbau eingesetzt, hat die Wärmepumpe immer noch die gleiche Wirkung. Dabei ist dies keine Raketentechnologie, sondern wir alle kennen dieses technische Prinzip von unseren Kühlschränken.

Warmwasser Wärmepumpe
Warmwasser Wärmepumpe

Dabei ist es ein großer Vorteil mit Strom zu heizen, denn Strom kann aus erneuerbaren Energien wie PV-Anlagen, Windkraftanlagen, Wasserkraftanlagen oder Biogas erzeugt werden. Selbst mit dem heutigen Strom-Mix aus der Steckdose, also Strom mit einem Anteil, der durch fossile Energien wie Gas, Öl oder Kohle erzeugt wurde, lohnt sich der Betrieb einer Wärmepumpe.

Warmwasser

Und eine Wärmepumpe muss keineswegs 30.000 EUR kosten wie einige Politiker behaupten. Eine „Stand-alone“ Warmwasser-Wärmepumpe, die man ohne Außengerät im Keller betreiben kann (reduziert dadurch die Montagekosten) mit einem Warmwasserspeicher von 250 Litern (ausreichend für einen 4 Personen Haushalt) kostet z.B. unter 3.000 EUR!

Raumheizung für den Altbau

Mit einem herkömmlichen Klimagerät kann man dann z.B. Wohn-, Esszimmer und Küche beheizen. Gerätepreis: unter 2.000 EUR als Komplettset mit Montagematerial. Wer sich das ansehen möchte: Siehe Links unter dem Artikel. Im Sommer kann man mit dem Klimagerät dann sogar noch kühlen!

Glühbirne vs. Energiesparlampe und Gasheizung vs. Wärmepumpe

Ich vergleiche den Kauf einer Wärmepumpe gern mit der Anschaffung einer Energiesparlampe vor 5 oder 10 Jahren. Damals kostete eine Energiesparlampe gern das 10-fache einer Glühbirne und doch war die Energiesparlampe nach wenigen Jahren Betrieb billiger als die Glühbirne, weil sie beim Betrieb ihre Anschaffungskosten einspart. Genauso ist es heute mit einer Wärmepumpe, diese ist zwar möglicherweise teurer bei der Anschaffung als eine Gasheizung, dafür spart man aber beim Betrieb vor allem in Zukunft beträchtlich.

Gasheizung H2 Ready ist eine Täuschung des Verbrauchers

Lassen Sie sich nicht von solchen Versprechungen täuschen. Solche Heizungen können zukünftig möglicherweise mit bis zu 20 % Wasserstoff im Gasgemisch betrieben werden. Ob und wann das sein wird ist aber noch offen. Und dieser Wasserstoffanteil wird voraussichtlich teuer sein. Siehe dazu das Video von Prof. Volker Quaschning: https://www.youtube.com/watch?v=zoKM3Igto-w

Und der Strompreis in Zukunft?

Man erwartet in Zukunft sinkende Strompreise wenn der Anteil an Windkraft und Photovoltaik weiter ansteigt.

Weiterführende Links:

Beispiel Preis für eine Stand-alone Warmwasser Wärmepumpe: (abgerufen am 19.05.2023)

https://www.regotherm24.de/elco-trinkwasser-waermepumpe-aerotop-dhw-typ-dhw250-sys-245-l?msclkid=426e0d17a8d01270c1df697037e1cf0a

Beispiel Preis für ein Klima Splitt Gerät mit Montagematerial: (abgerufen am 19.05.2023)

https://www.klimaworld.com/daikin-professional-r-32-klimaanlage-set-ftxm25n-rxm25n9-2-5-kw-quick-connect-87973.html?utm_source=Idealo&utm_medium=IBay-ProductPortal&utm_campaign=Idealo&_attribution=idealo

Klima Splitt Gerät zum Heizen von einzelnen Räumen:

Video von Andreas Schmitz (Akkudoktor): https://www.youtube.com/watch?v=khOmxNMJTus

Wärmepumpe erklärt von Prof. Harald Lesch:

https://www.youtube.com/watch?v=pDl9mE73fb0

Argumente gegen die Nutzung von Atomkraft, Kernenergie beim Klimaschutz

Immer wieder wird bei Diskussionen zur Klimakrise die Kernenergie ins Spiel gebracht. Jedes abgeschaltete Kernkraftwerk würde durch konventionelle Kraftwerke ersetzt und damit der CO2 Ausstoß vergrößert.

Zu diesem Thema gibt es bereits einen hervorragenden Podcast von Cornelia und Volker Quaschning. (Link dazu am Endes des Artikels) Der Titel lautet „Kann die Kernenergie das Klima retten?“

Um für Diskussionen schnell Fakten bereit zu haben, sind hier die aus meiner Sicht wichtigsten Argumente zusammengefasst.

Und los gehts:

Die Klimakrise selbst ist ein Problem für AKW.

Im Hitzesommer 2018 und 2019 musste Frankreich Kraftwerke abschalten und drosseln, weil die Wassertemperatur im Fluss zu hoch war.

https://www.heise.de/tp/features/Atomkraftwerke-werden-erneut-wegen-Hitze-abgeschaltet-4480396.html

https://www.dw.com/de/wie-k%C3%BChlen-hei%C3%9Fe-l%C3%A4nder-ihre-kernkraftwerke/a-49758541

Der kleine Anteil der Atomenergie

Deutsche AKW lieferten 2020 nur 12 % des Stroms, das ist weniger als Windkraft und nur wenig mehr als Photovoltaik. Am gesamten Energiebedarf sind dies nur 3 %. (Mit Wärmeenergie…) und es waren nie mehr als 6 %. In Frankreich 24 %! Ähnliche Zahlen sind es in Europa und weltweit. Atomkraft spielt also eine viel kleinere Rolle als dies in der öffentlichen Diskussion wahrgenommen wird.

Wir müssten 100erte Kraftwerke bauen

Wollen wir eine signifikante Wirkung der Atomkraft, müssten wir in den nächsten 15 Jahren Hunderte AKW bauen.

AKW bauen dauert zu lange

Das führt uns zum nächsten Problem. Der Bau eines AKW dauert sehr lange, teilweise Jahrzehnte! Zeit, die wir in der Klimakrise nicht mehr haben. China hat in nur einem Jahr so viel erneuerbare Energie zugebaut wie 25 AKW erzeugen. Niemals kann man in einem Jahr 25 AKW bauen.

Atomstrom ist zu teuer

Der Bau von AKW ist sehr teuer: 3 bis zu 19 Milliarden Euro kostet ein Kraftwerk! Das macht Atomstrom vergleichsweise mit 11 Cent pro kWh teuer. Windkraft nur die Hälfte. PV Strom liegt bei ca. 3,5 Cent! Ich bekommen für meinen PV Strom nur 9,3 Cent. Es darf bezweifelt werden, dass die 11 Cent/kWh für alle Kosten des Endlagerns und möglicher Störfalle ausreicht! Für die Wirtschaftsexperten: Ist das gut für den Wirtschaftsstandort Deutschland? Teurer Strom, wenn wir diesen auch viel billiger produzieren können?

Es gibt zu wenig Uran

Würden wir wirklich weltweit soviel Kernkraftwerke zubauen wie benötigt (nur 50 % AKW Leistung), wären die weltweiten Reserven an Uran in ca. 13 Jahren aufgebraucht! Die Laufzeit eines AKW beträgt aber Jahrzehnte.

Neue Reaktorgenerationen helfen uns nicht

Ein Argument der Befürworter lautet: Reaktoren der 4. Generation machen alles besser.

Die Entwicklung und der Bau benötigen aber voraussichtlich Jahrzehnte, also auch hier wieder ein Zeitproblem. Diese Reaktoren müssen mit Natrium gekühlt werden, dieses erhöht das Gefahrenpotenzial in einem AKW. (Natrium ist brennbar.)

Minireaktoren sind auch keine Lösung

Argument: Wir bauen viele kleine Reaktoren, sozusagen am Fließband.

Man hat errechnet, dass für einen sinnvollen Start 3000 Reaktoren gebaut werden müssten. Wollen Sie einen Minireaktor in Ihrer Stadt? Die Kosten sind vergleichsweise noch höher als bei großen Reaktoren.

Das Bundesamt für Sicherheit der nuklearen Entsorgung meint zur Sicherheit bei einem Störfall: Die Kontamination kann über das Reaktorgelände hinausreichen. (Also besser doch nicht in der Nähe eines Minireaktors wohnen.)

Fusionsreaktor funktioniert (nie) nicht

Dann gibt es noch die Nukleare „Endlösung“, den Fusionsreaktor. Dieser funktioniert wie unsere Sonne. Als Brennstoff benötigt er Schweres Wasser, welches man aus Meerwasser gewinnen kann. Am Fusionsreaktor wird seit Jahrzehnten geforscht und egal, wann man fragt wie lange es dauert bis konkrete Ergebnisse vorliegen, dauert es immer 30 Jahre…

Der IPCC empfiehlt Atomkraft als Lösung

Ja, richtig. Die Quaschnings haben sich das genauer angesehen: Diese spielt keine tragende Rolle und es wird für 2050 unter 10 % Kernenergie angenommen.

Tschernobyl

Ich möchte nie wieder soetwas wie Tschernobyl erleben. Mir konnte noch Niemandem erklären, warum neue Reaktoren in großer Anzahl sicher sein sollen. Denken wir nur an terroristische Anschläge.

Aber wir haben gar kein Endlager

Die scheinbar unendliche Suche nach einem geeigneten Endlager hat bisher zu keinem Ergebnis geführt. Viele Menschen wollen nicht einmal eine WKA in ihrer Nähe, wie will man diese von einem atomaren Endlager überzeugen. Als Folge eines fehlenden Endlagers wird Atommüll mit Zügen durch Europa hin und her gefahren!

Und sparen AKW CO2?

Für den Bau von AKW wird viel Beton benötigt. 1 Tonne Beton erzeugt eine Tonne CO2. Ganz CO2 frei sind AKW also nicht. Beispiel Grafenrheinfeld: 440.000 Tonnen.

Hurra! wir haben aber schon eine Lösung

Aus den vorgenannten Gründen kann ich mich nur Cornelia und Volker Quaschning anschließen:

Der Sinn der Atomdiskussion ist nur eine Verschiebung der Lösung unserer Probleme mit der Klimakrise in die Zukunft. Die wird aber ganz sicher nicht rosig, wenn dann der Klimawandel erbarmungslos zuschlägt.

Und warum nützen wir nicht einfach die sicherste Atomkraft unserer Sonne für unsere PV Anlagen, natürlich in Verbindung mit Stromspeichern!

Hier der Podcast von Cornelia und Volker Quaschning:

https://dasisteinegutefrage.de/kernenergie

Tags:

Atomkraft, Bill Gates, Energieversorgung, Energiewende, IPCC, Kernenergie, Kernkraft, Klima, Klimakrise, Klimaschutz

Um die Antwort vorwegzunehmen, keine von beiden.

Einen ganz andern Eindruck kann man gewinnen, wenn man die Regale der Lebensmitteldiscounter durchforstet. Dort sind gerade Verpackungen von Bio-Produkten aus Papier. Zudem suggeriert ein „rustikales“ Design in Naturfarben besonders umweltfreundlich zu sein.

Auch finden sich recht groß Hinweise wie „Diese Verpackung ist zu 100% recyclebar“ oder auch das FSC Siegel. All diese Maßnahmen sollen den Verbraucher beruhigen.

Was sind die Fakten?

Schaut man sich das FSC Siegel genauer an, sieht man den Zusatz FSC-Mix. Dies bedeutet, es müssen nur wenige Prozent von „nachhaltig“ produziertem Papier verwendet werden, um dieses Siegel zu erhalten. Tests haben ergeben, dass Hölzer aus sog. nachhaltiger Forstwirtschaft oft nicht besser als aus konventioneller Forstwirtschaft sind.

Zum Recycling muss man sagen, dies ist eine „Lösung“ aus den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Unser Problem heute ist, dass wir von allem zu viel verbrauchen. Zum Papierverbrauch muss man wissen, dass besonders in Deutschland riesige Mengen Holz verbraucht werden, welches zum großen Teil importiert wird.

Ein Beispiel: Einer der größten „Zulieferer“ ist die scandinavische Papierindustrie. Hier weiß man seit langem, dass unser Papierkonsum direkt nordische Wälder vernichtet. Diese Wälder wurden Jahrhunderte lang von Samen für ihre Rentiere genutzt. Wurden die Wälder durch Kahlschlag „abgeerntet“, so sind diese Flächen für die Rentiere nutzlos; sie wandern einfach darüber hinweg.

Also was können wir tun?

„And the Winner is“: Mehrwegverpackung

So sehen Gewinner aus:

Mehrweg
Mehrweg

Ich höre schon die ersten Kommentare: „Aber Glas ist schwer und benötigt daher viel Energie beim Transport!“

Ja, das ist richtig. Aber: Dies lässt sich ganz einfach lösen, indem man regionale Produkte kauft. Denn ein Liter Milch in Mehrwegverpackung mehrere hundert Kilometer transportiert, benötigt das Mehrfache an Transportenergie als das Milchglas der Molkerei aus der Region! Dieses Problem lässt sich also lösen.

Weitere Lösungsansätze sind die Verwendung von Mehrwegtaschen beim Kauf von Obst und Gemüse. Blumenkohl braucht z.B. gar keine Verpackung. Oder Wurst und Käse direkt an der Theke kaufen und in der mitgebrachten Dose transportieren.

Ich persönlich verzichte schon lange auf aufwendig verpackte Lebensmittel, besonders in Doppelverpackungen aus Kunststoffschale plus Kunststofffolienumhüllung. (Schon das Wort in ein Unding.)

Man muss aber auch den Herstellern klar sagen: Wir akzeptieren keine Mogelpackungen mehr! Ein Beispiel: Viele Produkte werden in zu großen Folienverpackungen angeboten. Dem Verbraucher soll ein große Menge des Produkts vorgetäuscht werden. In manche Verpackungen könnte man fast die doppelte Menge verpacken!

Folienverpackung
Folienverpackung

Hier ein Beispiel einer Folienverpackung ohne Umkarton und Befüllung immerhin zu 80 oder 90%.

Also jeder kann etwas tun und wir können heute damit anfangen! Die Mitwelt wird es uns danken.

Ein Zeichen setzen

Es war ein sehr bewegendes Gefühl, an diesem warmen Septembertag mit 10 000 Gleichgesinnter friedlich über die Straßen in Stuttgart zu marschieren, um ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. Deutschlandweit haben sich über 1 Million Menschen am Klimastreik beteiligt. Das ist ein phantastisches Ergebnis. Herzlichen Dank an alle, die mit ihrem persönlichen Engagement dies möglich gemacht haben!

Wichtig beim Streik für den Klimaschutz sind nicht nur die Forderungen an die Politik, sondern auch der „gemeinschaftliche Effekt“, das Gefühl der großen Gemeinschaft. Ich hoffe, dieses Gefühl macht alle mehr bereit, selbst etwas für den Klimaschutz zu tun.

Klimstreik in Stuttgart
Klimastreik in Stuttgart

Der Klimastreik muss weitergehen

Wie notwendig der Streik ist, hat sich schon kurz danach gezeigt, als die Maßnahmen des Klimakabinetts veröffentlicht wurden. Mit diesen Maßnahmen geht es genau so weiter wie die letzten 30 Jahre – ohne Effekt hin zu einer wesentlichen Reduzierung der CO2 Emission!

Zum Beispiel sollen Benzin und Diesel um 3 Cent verteuert werden; das ist eine Preisschwankung, die man heute an einem einzigen Tag erleben kann. Im Gegenzug wird die Pendlerpauschale angehoben. Soll das ein Anreiz für mehr Klimaschutz sein?

Ich habe den Eindruck, die Beschlüsse sollen die Klimaschützer beruhigen (Hurra, wir tun was.), aber alle, die es nicht interessiert, sollen bitte auch nicht belastet werden. - So kommen wir nicht weiter.

Marsch zum Schlossplatz
Marsch zum Schlossplatz

Klimaschutz muss sozial ausgewogen sein

Es ist notwendig, dass Klimaschutzmaßnahmen sozial ausgewogen sind, damit sich auch finanziell schlechter gestellte Mitbürger den Klimaschutz „leisten“ können. Dabei ist es wichtig zu erwähnen, dass Menschen mit geringem Einkommen auch einen wesentlich kleineren CO2 Fußabdruck erzeugen. Denn ein wesentlicher Faktor der CO2 Emission ist Konsum und dafür fehlen der armen Bevölkerung schlicht die Mittel! Daher ist es mehr als gerecht, wenn wirtschaftlich schwächere Mitbürger beim Klimaschutz entlastet werden.

Der friedliche Marsch
Der friedliche Marsch

Falsche Bilder des Klimaschutzes

Immer wieder werden Bilder gezeichnet vom Verzicht auf Flugreisen, Autofahren, Fleischkonsum... und es wird so getan, als ginge es beim Klimaschutz nur darum. Dabei sehe ich solche Maßnahmen als letztes Mittel, wenn wir alle aktuellen technischen Möglichkeiten ausgeschöpft haben. Beispiel: Das Dämmen von Gebäuden hat nichts mit Verzicht zu tun, sondern bringt statt dessen einen Komfortgewinn und schont trotzdem das Klima. Anstatt Wärme mit Öl, Gas oder Holz zu erzeugen, müssen zukünftig Wärmepumpen zum Einsatz kommen. Wenn der Strom für die Wärmepumpen aus PV Anlagen auf dem Hausdach stammt, dann ist das ein wichtiger Beitrag zur CO2 Reduktion. Und wieder ein Beispiel für Klimaschutz ohne Verzicht. Weiterhin kann durch intelligenten Einsatz von energieeffizienten Geräten im Haushalt viel Strom eingespart werden. Ein 2- Personen-Haushalt kann 2000 kWh/a oder eben nur 1000 kWh/a Strom verbrauchen und das ohne nennenswerte Einbußen an Lebensqualität. Trotzdem wäre das eine Ersparnis um 50%. Wichtig dabei ist, dass wir heute beginnen und seien es nur kleine Schritte! Es geht nicht um einen Totalverzicht, sondern um eine Reduktion von CO2 um ca. 5% jährlich ab 2018 gerechnet. Und das möglichst in allen Bereichen wie Verkehr, Wohnen und Konsum.

Jeder nach seinen Möglichkeiten

Nicht jeder wird gleichviel zum Klimaschutz beitragen können und wollen. Das müssen wir akzeptieren und das darf die Gesellschaft nicht spalten. Es gibt Menschen (ich schließe mich ein,) denen fällt es leicht auf Dinge zu verzichten, ja, es macht ihnen sogar Freude! Anderen fällt Verzicht schwer und er wird als Verlust an Lebensqualität empfunden. Trotzdem können solche Menschen Maßnahmen wie oben beschrieben ergreifen! Wichtig ist, dass wir Unterschiede akzeptieren und erkennen, dass diese ein Teil des Lebens auf unserem Planeten sind! Die Natur ist vielfältig und das menschliche Leben ist es auch.

Fakten zum Klimaschutzprogramm 2030 des Klimakabinetts:

https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Klimaschutz/eckpunkte_klimaschutzprogramm_2030.pdf

Weitere Beiträge

https://wald-und-outdoor.de/klimastreik/

https://wald-und-outdoor.de/parentsforfuture/

https://wald-und-outdoor.de/der-pv-deckel-muss-weg/

1


Wie ich im Artikel „Der Stromverbrauch des Internet“ (1) gezeigt habe, ist der Stromverbrauch des Internets riesig. Allein in Deutschland verbraucht das Internet soviel Strom wie Berlin oder die gesamte Produktion des „Windstroms“ in Deutschland! (2)

Getreu nach dem Motto „Viel Kleinvieh macht auch Mist“ möchte ich auch auf meinem Blog und vor allem auf meinem YouTube Kanal den Stromverbrauch reduzieren.

Eine ganz neue Kanalidee

Daher habe ich mir überlegt, meinen YouTube Kanal zukünftig ähnlich wie eine Mediathek zu betreiben. Das bedeutet, die Videos sind nur noch für begrenzte Zeit online, z.B. vier Wochen. Zusätzlich werde ich aber zu meinen Wanderungen also den Westweg, Goldsteig, Albsteig aber auch im Schönbuch je ein „Trailervideo“ auf meinem Kanal zeigen.

Zusätzlich gibt mir das die Möglichkeit meine Videos in reduzierter Auflösung als HD720 statt bisher HD1024 hochzuladen. Das soll die Datenrate beim Streaming reduzieren und trägt dadurch auch zur Reduzierung des Strombedarfs bei. Viele Zuschauer werden davon nichts bemerken, wenn sie z.B. die Videos auf Mobilgeräten wie Handys anschauen.

Ein Vorbild zum sorgsamen Umgang mit unseren Ressourcen

Ich hoffe dadurch ein Vorbild für andere YouTube Kanäle zu geben. Daher werde ich noch ein kleines „Erklärvideo“ dazu veröffentlichen.

Links:

Mein YouTube Kanal: http://www.youtube.com/c/WaldOutdoor

(1) https://wald-und-outdoor.de/der-stromverbrauch-des-internet/

(2) Ein sehr guter Beitrag in der ZDF Mediathek (Bis 20.9.2019 abrufbar.) https://www.zdf.de/dokumentation/planet-e/planet-e-stromfresser-internet-100.html

1

Wie ich versuche, auf meinem Blog „Wald-und-Outdoor.de“ und auf meinem YouTube Kanal Energie zu sparen.

In meinem Blog Beitrag zu „Der Stromverbrauch des Internet“ https://wald-und-outdoor.de/der-stromverbrauch-des-internet/habe ich über den unglaublichen Stromverbrauch des Internets berichtet und dabei auch angekündigt, daraus Konsequenzen für meinen Blog und YouTube Kanal zu ziehen.

Die richtige „Form“ der Energie?

Wichtig für unsere Umwelt ist nicht nur Energie zu sparen, sondern auch die benötigte Energie möglichst umweltfreundlich zu erzeugen. Das bedeutet, auf fossile Energieträger zu verzichten. Mein Provider garantiert zum Beispiel seine Rechenzentren mit „Wasserstrom“ zu betreiben und trotzdem zahle ich für mein komplettes Web Paket im Monat gerade mal 3 EUR. Was ich mir aber von allen Providern wünschen würde, ist eine Art Energieausweis, wie man ihn von Elektrogeräten kennt. Damit könnte man sehen, wie effizient die Rechenzentren der Provider mit Energie umgehen.

...weiterlesen "Strom sparen auf meinem Blog und YouTube Kanal"

Das Internet, der 6. größte Stromverbraucher der Welt

Bereits in meinem Artikel über den Hambacher Forst ( http://wald-und-outdoor.de/hambacher-forst/) habe ich ausgeführt, warum die Themen Wald und Energie zusammengehören. Daher möchte ich auch zum Thema Energie einige Artikel veröffentlichen. Man könnte sagen, das Thema Energie brennt mir schon seit Jahren unter den „Nägeln“und ich hoffe, es gelingt mir die Gründe dafür „rüberzubringen“.

Wäre das Internet ein Land, so hätte es den 6. größten Stromverbrauch aller Länder der Erde! Dies hat Greenpeace errechnet. Und schlimmer noch, alle 4 Jahre soll sich der Stromverbrauch des Internets verdoppeln. Man könnte sich ausrechnen, wann das Internet zum größten Stromverbraucher dieses „Planeten“ wird. ...weiterlesen "Der Stromverbrauch des Internet"